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Was Föhrer wollen : Mehr Busse, Infos und Kontrollen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Projektgruppe Tourismus präsentiert dem Tourismus Zweckverband eine lange Wunschliste. Die geplante Amrum-Card hat auch auf Föhr Fans.

von
erstellt am 17.Jan.2016 | 09:45 Uhr

„Volkes Stimme“ soll die Projektgruppe Tourismus in die Entscheidungsprozesse einbringen, den für die Entwicklung des Fremdenverkehrs auf Föhr verantwortlichen Politikern und Fachleuten Impulse geben. Regelmäßig tagt das Gremium, in das sich alle am Inseltourismus interessierten einbringen können und dessen Sprecher, der Wyker Peter Boy Weber, regelmäßig zu den Sitzungen des Tourismus-Zweckverbandes eingeladen wird.

So auch zur ersten Verbandssitzung im neuen Jahr, in der er von drei Zusammenkünften seiner Gruppe in den zurückliegenden Monaten berichtete. Zusammenkünfte, in denen die Teilnehmer etliche „Dauerthemen“ aufgegriffen und Wünsche, die in den zurückliegenden Jahren immer wieder auftauchten, erneut formuliert hatten.

So den nach einer Wiedereinführung der Fahrradbusse. Ungefähr zehn Jahre lang hatte die Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) Busse mit Fahrradanhängern über die Insel fahren lassen, bevor dieser Service 2002 eingestellt wurde. Seither war von Gästen und Vermietern immer wieder der Wunsch geäußert worden, dieses Angebot wieder aufleben zu lassen. Nicht das einzige Anliegen zum Nahverkehr, wie Peter Boy Weber den Zweckverbandsmitgliedern berichtete. Auch der Schnellbus von Wyk über Nieblum nach Utersum stehe auf der Wunschliste des Beirats.

Noch so ein Föhrer Dauerthema sind die Winteröffnungszeiten in der Gastronomie. „Es gab immer wieder Fälle, dass Gäste von Lokal zu Lokal liefen, bis sie endlich eines fanden, das offen war“, so Weber. Die Projektgruppe wünsche sich deshalb, dass am Hafen eine Tafel aufgestellt wird, die über aktuelle Öffnungszeiten informiert. Einen anderen Vorschlag hatte der bei der Verbandsversammlung anwesende Chef der Föhr Tourismus GmbH (FTG), Jochen Gemeinhardt. Er kündigte an, Öffnungszeiten gastronomischer Betriebe in die Bildschirmpräsentationen in den Tourist-Infos aufzunehmen.

Wie kann man erreichen, dass alle, die Kurabgabe zahlen müssen, dies auch tatsächlich tun? Auch diese Frage steht alle Jahre wieder im Raum. Aus der Projektgruppe, so berichtete Weber, sei der Wunsch nach mehr Kontrollen gekommen – ein Thema, das dann auch in der Zweckverbandsversammlung zu Diskussionen führte. Mehr Kontrollen seien nicht so ohne weiteres umsetzbar, weil es schwer sei, Leute zu bekommen, die vernünftig kontrollieren, meinte etwa Holger Frädrich. Es sei nicht in Ordnung, wenn bei den Vermietern kontrolliert würde, befand Klaus Herpich. Beide Wyker Verbandsvertreter sprachen sich für die Einführung einer elektronischen „Eintrittskarte“ zu den Inseln aus, wie Amrum sie aktuell wieder mit der Amrum-Card diskutiert – übrigens auch so ein Dauerthema, das seit der Jahrtausendwende auf beiden Inseln immer mal wieder auf die Agenda kommt. Diese Karte, so Weber, würden auch in der Projektgruppe alle positiv sehen. „Aber bis dahin sollte auch wieder am Strand kontrolliert werden“, forderte er. „Es müssen ja keine Strafzettel verteilt werden, aber das Bewusstsein der Gäste muss geschärft werden“.

Ein weiterer Wunsch der Projektgruppe, so Weber, seien mehr Veranstaltungen für junge Leute und mehr Veranstaltungen auf der ganzen Insel. Außerdem halte man es nicht für effektiv, dass die Wyker seit der Schaffung der neuen Tourismusstrukturen für ihre Veranstaltungen wieder selbst verantwortlich seien. Der Veranstaltungsbereich ist – neben dem Aquaföhr – seit September bei der neuen Wyk Tourismus GmbH (WTG) angesiedelt, deren Chef Kurt Weil in der Verbandssitzung betonte, dass man auf einem sehr guten Weg sei, die neuen Strukturen auf die Beine zu stellen. „WTG und FTG stellen sich zielgerichtet den neuen Aufgaben“, sagte Weil.

Schließlich wurde von den Verbandsmitgliedern noch – einstimmig – der Etat für das Jahr 2016 verabschiedet, der in Einnahmen und Ausgaben auf 20  000 Euro festgesetzt wurde. Die Einnahmen stammen aus der Verbandsumlage, die jede Föhre Gemeinde zu leisten hat und die sich aus der Summe aller fremdenverkehrsbezogenen Gewinne eines Ortes errechnet. Danach muss das kleine Witsum gerade mal 71,61 Euro an den Tourismuszweckverband berappen, während auf die Stadt Wyk mit knapp 12  600 Euro naturgemäß der größte Batzen entfällt.

Die Ausgaben des Tourismuszweckverbandes sind, so berichtete dessen Vorsteher Till Müller in der Sitzung „im Wesentlichen unsere Sitzungsgelder“. Außerdem würden damit die Kosten beglichen, die in Sachen Tourismuszweckverband im Amt anfallen.

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