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küstenschutz auf amrum : Material für den Deichbau bunkern

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Derzeit werden zwischen 3000 und 4000 Kubikmeter Erdreich von Norddorf nach Wittdün transportiert und am Seezeichenhafen zwischengelagert.

Derzeit werden zwischen 3000 und 4000 Kubikmeter Erdreich per Schleppergespann und Lastwagen von Norddorf nach Wittdün transportiert und dort am Seezeichenhafen als Deichbaumaterial zwischengelagert. Auch wenn das geplante Deichbauprojekt zwischen Wittdün und Steenodde in der von den Landesküstenschützern favorisierten Ausführungsvariante von den Amrumer Gemeinden eine klare Abfuhr erhalten hat (wir berichteten), ist es unstrittig, dass der Küstenschutz in diesem Abschnitt verbessert werden muss. „Das Material, dass von dem Gelände der 2007 stillgelegten Norddorfer Kläranlage stammt, ist sowohl für mögliche Reparaturarbeiten an den Deichen als auch für die geplante Erhöhung gut geeignet“, erklärt Ines Koslowski, die beim Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) mit der Planung und Umsetzung des Projektes befasst ist.

Wie viel Material genau nach Wittdün gefahren wurde, wird nach Ende des Auftrages per Aufmaß ermittelt. Wie das mit dem Transport befasste Unternehmen gestern schon dem LKN mitteilen konnte, werden mehr als die bisher kalkulierten 3000 Kubimeter abgefahren werden können und dem Deichbau zur Verfügung stehen.

Dort, wo das Material abgelagert wird, liegt es genau richtig, um den im Bereich Wittdün bis zum Hafenspielplatz verlaufenden Deich erhöhen zu können. Dabei würde die eigentliche Erhöhung durch Sandcontainer erfolgen und das jetzt angefahrene Material zur Abdeckung und späteren Begrünung verwendet. In beiden Varianten ist dieser Abschnitt in der Ausführungsplanung gleich und unstrittig.

Wittdüns Bürgermeister Jürgen Jungclaus begrüßt die Möglichkeit, auf Amrum für den Deichbau geeignetes Material zu sichern, um so für die nötige Verstärkung des Hochwasserschutzes schon jetzt eine erste Grundlage zu schaffen. Wie Ines Koslowski erklärt, konnten bereits 2012 für den Hochwasserschutz in der Ortslage Nebel knapp 4000 Kubikmeter Deichbaumaterial aus der in der Norddorfer Marsch gelegenen ehemaligen Kläranlage genutzt werden.

Auf die starke Verschmutzung durch die Transportfahrzeuge auf den Straßen und die bisher fehlenden Warnschilder angesprochen, erklärte Koslowski, dass Verkehrssicherungsmaßnahmen Bestandteil der Ausschreibung für den derzeit laufenden Transport gewesen seien und diese Pflicht dem Auftragnehmer unterliege.

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erstellt am 21.Nov.2014 | 10:00 Uhr

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