zur Navigation springen

Gemeinsame Feier in Wyk : Luther und Mönche in St. Nicolai

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Pünktlich zum Reformations-Jubiläum: Kirchengemeinde feiert erfolgreiche Sanierung des Kirchturms mit großem Fest.

shz.de von
erstellt am 11.Jul.2017 | 12:30 Uhr

„Bis zum Jubiläum der Reformation wollen wir die Sanierung unseres Kirchturmes abschließen.“ Nicht nur Hanna Wichmann, Pastorin von St.-Nicolai, sondern auch viele der Gemeindemitglieder hatten diesen Wunsch, als 2015 das Projekt gestartet wurde, für das in zwei Bauabschnitten rund 390  000 Euro aufgewandt wurden. Die Hoffnung der Kirchengemeinde hat sich erfüllt. Nun konnte nach einem kleinen Turmfest im Frühjahr zu einem großen Fest rund um die St.-Nicolai-Kirche eingeladen werden, in dessen Mittelpunkt der Reformations-Sommer und die Turmsanierung gleichermaßen standen.

Ein großes Programm, das mit dem Gottesdienst am Morgen startete und der Gute-Nacht-Geschichte mit den Freizeithelfern in der Kirche endete, war für diesen Tag vorbereitet worden. Das Pastorenehepaar Becker-Wichmann und zahllose Helfer hatten rund um die Kirche verschiedenste Attraktionen für kleine und große Festbesucher vorbereitet. Entfallen musste dabei allerdings das besondere Turmerlebnis von außen. Es war, wie von Pastorin Wichmann zu erfahren war, vom Ordnungsamt untersagt worden. So blieb nur die Besichtigung von Luthers Burgzimmer in der Kirche, in dem Edwin Becker-Wichmann, passend gekleidet, den Reformator verkörperte. Und die Besucher hatten die Möglichkeit, mit Federkiel und Stahlfeder nachzuvollziehen, wie mühevoll vor 500 Jahren das Schreiben gewesen ist. Passend gekleidet, sei es in Mönchskutte, sei es in mittelalterlich nachempfundenen Kleidern, betreuten die Helfer die Festgäste, die sich besonders auch über das sommerliche Wetter freuten. Das Turmbauen mit Hilfe der vom Kindergarten entliehenen Stöckchen, die Besichtigung des echten Turmes, wo eine kleine Ausstellung über den Bau vorbereitet war, Seifenblasen und natürlich der Genuss kulinarischer Angebote erfreuten die Besucher. Auch der Weltladen war mit einem Stand vertreten, ebenso in dessen Nachbarschaft Flüchtlinge und es gab Rezepte, beispielsweise für afghanische Pfannkuchen, zu gewinnen.

War die Zahl der Besucher zunächst noch etwas verhalten, so änderte sich das gewaltig, als zum gemeinsamen Picknick rund um die Kirche geladen wurde. Unter dem Motto: „Lasst uns teilen und auch noch verweilen. Schön, dass wir zusammen sind!“ trafen sich Asylbewerber, die Gemeindemitglieder und zahlreiche Urlauber. Gemeinsam verwirklichten sie dieses Motto und schwelgten beim Genuss der Köstlichkeiten, die ihren Ursprung in den verschiedenen Heimatländern der Flüchtlinge und auf der Insel Föhr haben.

Zur Gestaltung des Turmfestes trugen auch der Inselposaunenchor und die Trachtengruppe bei, die nicht nur zum Schauen, sondern auch zum Mitmachen einluden und so mit dazu beitrugen, dass das Fest im Reformationssommer zu einem Erfolg wurde.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen