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in Wittdün : Lösung für Wriakhörn in Sicht

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Binnensee bekommt Rohrsystem. Gedanken zur Umgestaltung des Ortseingangs. DLRG-Standort steht zur Diskussion.

shz.de von
erstellt am 24.Jun.2017 | 16:00 Uhr

Binnen zwei Jahren sollen die Bebauungspläne Mitte Nordost (2A) und Mitte Nord (2B) überplant und im beschleunigten Verfahren rechtskräftig werden. Bis dahin wurde für beide Ortslagen eine Veränderungssperre erlassen. Das heißt, bis der neue B-Plan in Kraft tritt, können hier erst einmal keine baulichen Veränderungen genehmigt oder vorgenommen werden. Mit der Überarbeitung der beiden B-Pläne beauftragte die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung die Eckernförder Architektin und Stadtplanerin Monika Bahlmann.

Die Pläne zur Umgestaltung des Ortseingangsbereichs sollen in einer öffentlichen Informationsveranstaltung vorgestellt und erörtert werden. Planungsziel ist die Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung und Ergänzung vorhandener Nutzungsstrukturen beiderseits der Inselstraße und die Verbesserung des Ortsbilds am Eingang zur Insel.

Der TSV Amrum erhält einen Kunstrasenplatz, der ganzjährig zum Kicken genutzt werden kann. Die Gemeindevertrteung beschloss bei zwei Gegenstimmen, ihren bereits zugesagten Zuschuss von 1500 Euro auf 5000 Euro zu erhöhen.

Für die Regulierung des Wasserstands des Wriakhörnsees ist eine dauerhafte Lösung in Sicht, berichtete Bürgermeister Jürgen Jungclaus den Gemeindevertretern. Statt das Wasser weiterhin auf den Kniepsand abzupumpen, soll es künftig durch ein Rohrsystem an der Wattseite ablaufen. Die neue Rohrleitung wird derzeit von zwei Seiten aus durch die Dünen verpresst und anschließend mit der Abwasserleitung vom Amrum-Badeland vernetzt. Die Arbeiten sollen bis Jahresende abgeschlossen sein.

In der Einwohnerfragestunde wurde nach der Sinnhaftigkeit des DLRG-Standorts in Wittdün gefragt. Der Standort an der Unteren Wandelbahn sei ein „Auslaufmodell“ – voraussichtlich nur noch für diese Saison, erklärte Jürgen Jungclaus dazu. Ob die DLRG künftig draußen am Kniepsand zum Einsatz kommt und wo sie untergebracht wird, wenn ihre Räume im Servicegebäude anders genutzt werden, „werden wir sehen“, sagte der Bürgermeister.

Befragt, ob für die (florale) Verschönerung des Ortes die Hilfe von Fachleuten angefordert und wirklich alle verfügbaren Mittel abgerufen worden seien, verwies der Bürgermeister auf den Tourismusausschuss. Ob etwas gegen das Abrutschen der Düne an der Unteren Wandelbahn unternommen werde und wie die Pflanzlücken im Bereich der Oberen Wandelbahn geschlossen würden, wollte die Fragestellerin weiter wissen. Der Bauhof in Wittdün sähe Holz nicht als langfristige Lösung, erklärte Jungclaus. Da müsse „etwas ganz anderes hin“, es solle aber „naturverträglich aussehen“. Die Lücken ließen sich Erfolg versprechend mit Rosa rugosa füllen, aber das sähen Umweltschützer nicht gern.

Auf der Gemeindevertreterssitzung musste jeweils ein bürgerliches Mitglied für den Tourismusausschuss und den Bau- und Wegeausschuss neu gewählt werden, da Tom Kruggel und Holger Peters ausgeschieden sind. Das Vorschlagsrecht lag beim Bürgerblock Wittdün. Dieser nominierte für beide Ausschüsse Horst Schneider, der einstimmig gewählt wurde.

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