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Föhr und Amrum : Lodernde Flammen und Schoko-Eier

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Ostern auf den Inseln: Trotz des durchwachsenen Wetters hatten Freiluft-Veranstaltungen großen Zulauf.

Urlauber und Insulaner erlebten in diesem Jahr ein schönes, aber wettermäßig ziemlich durchwachsenes Osterfest. Von strahlendem Sonnenschein bis Dauerregen war alles dabei. Das traditionelle Osterfeuer auf dem Nebeler Strand zog wieder die Massen an. Mehr als 1500 Menschen waren gekommen und erlebten nebenbei noch einen wunderschönen Sonnenuntergang. Anders als in den Vorjahren waren aber dicke Jacken, Mütze und Handschuhe angesagt. Fürs leibliche Wohl sorgten einmal mehr die insularen freiwilligen Feuerwehren.

Das Wetter wirbelte die von der Amrum-Touristik organisierte Ostereiersuche etwas durcheinander, am Sonntagvormittag am Leuchtturm fiel sie sprichwörtlich ins Wasser. Dagegen konnten die Veranstaltungen im Kurpark in Nebel und am Minigolf-Spielplatz in Norddorf wie gewohnt durchgeführt werden. Rund 150 Kinder waren mit ihren Eltern und Großeltern gekommen und hatten sichtlich viel Spaß.

„Die Insel ist über die Osterfeiertage gut gefüllt“, freute sich Amrums Tourismus-Chef Frank Timpe.

Betrieb herrschte über Ostern auch auf Föhr, wo vor allem die Marktleute beim ersten Fischmarkt der Saison am Sonntag mit dem Wetter zu kämpfen hatten. Bei strömendem Regen und Wind mussten sie auf der zugigen Ostkaje ausharren, erst als das Markttreiben zuende war, kam die Sonne heraus und bescherte Insulanern und Gästen einen wunderschönen Ostersonntag-Nachmittag. Den verbrachten viele bei der großen Ostereiersuche am Wyker Südstrand. Für die Kinder bedeutet es immer wieder einen Heidenspaß: Eine Fläche im Sand, etwas so groß wie ein halbes Fußballfeld, und darin versteckt: 2000 Schokoeier sowie 16 rosa, grüne oder gelbe Gewinneier. Klar, dass der Andrang rund um die Absperrung schon fast eine halbe Stunde vor dem Suchbeginn groß ist. Man möchte sich natürlich die beste Ausgangsposition sichern, um möglichste schnell viele Eier zu sammeln. Genau für diesen Zweck hatten sich auch am Ostersonntag viele Kinder gut gerüstet: Mit Tüten und Eimern standen sie an dem Flatterband, um die gesammelten Eier möglichst gut zu verstauen. Manche hatten auch Schaufeln dabei, um noch besser suchen zu können, und dass, obwohl diese eigentlich verboten waren.

Gegen 16 Uhr hatte das Warten dann endlich ein Ende: Nachdem der Osterhase höchstpersönlich noch die letzten Eier versteckt hatte, durften die Kinder das Areal entern. Ein wildes Gewusel war die Folge.

Als Hauptpreis lockte ein nagelneues Fahrrad samt Helm. Die Suche nach diesem besonderen Gewinnei war jedoch sehr schnell vorbei. Nach noch nicht einmal zehn Minuten verkündete Veranstalter Michael Schaper: Das gelbe Plastikei sei gefunden worden. Der Gewinner des Fahrrades konnte sein Glück kaum fassen: „Es war Zufall, dass ich das Ei gefunden habe. Ich habe einfach mit dem Fuß ein bisschen gewühlt, ohne gezielt zu suchen. Ich freue mich riesig“, erklärte der zehnjährige Miklas Gripp sein Erfolgsrezept. Das Mountainbike wird in Zukunft nun durch Kellinghusen flitzen.

Und auch bei den restlichen großen Eiern dauerte der Weg bis zum Erfolg nicht allzu lang: Nicht einmal zwanzig Minuten musste gesucht werden, dann waren alle Gewinne im Gesamtwert von bis zu 700 Euro gefunden worden. „Das war Rekord“, erklärte ein verblüffter Michael Schaper. „Im letzten Jahr haben wir eineinhalb Stunden gesucht, bis der Hauptgewinn endlich aus dem Sand gefischt wurde.“

Trotzdem wurde auf beiden Feldern fleißig weitergesucht: Schokoladeneier waren noch viele da. „Manchmal kann man sogar noch im Sommer ein Ei finden, wenn man ein bisschen Glück hat“, erklärte Schaper. In dessen Strandbar war nicht nur am Sonntag viel los: Bereits am Abend zuvor waren mehr als eineinhalbtausend Leute an den Strand gekommen, um gemeinsam am Osterfeuer die kühle Abendluft und die Musik von „UK-Beatz“zu genießen.

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erstellt am 29.Mär.2016 | 10:45 Uhr

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