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In Wyk : Letzte Krankenkasse schließt Filiale

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Mehr und mehr Einrichtungen zogen sich in den vergangenen Jahren von Föhr zurück. Nun wird – nach DAK und Barmer – auch die AOK schließen.

shz.de von
erstellt am 09.Nov.2017 | 19:00 Uhr

Es ist erst einige Jahre her, da gab es auf Föhr eine Kreisberufsschule, das Finanzamt hielt regelmäßig Sprechstunden im Wyker Rathaus ab, die Kfz-Zulassungsstelle bot Termine auf der Insel an und der TÜV hatte einen eigenen Prüfstand in der Strandstraße, an dem man sein Auto vorführen konnte, ohne dafür in eine Werkstatt fahren zu müssen. Und auch die großen Krankenkassen hatten eigene Büros auf der Insel. Doch nach und nach zogen sich immer mehr Einrichtungen von Föhr zurück. Nun wird – nach DAK und Barmer – auch die AOK ihre Wyker Filiale schließen.

„Der Standort, der lediglich an eineinhalb Tagen in der Woche geöffnet ist, wird zum 19. Dezember aufgegeben“, teilte AOK-Regionaldirektor Wilfried Paulsen gestern mit. Paulsen begründet den Rückzug damit, dass immer mehr Kunden ihre Angelegenheiten mit der Krankenversicherung auf digitalem Weg abwickeln würden. Die Inanspruchnahme der persönlichen Kundenberatung hingegen sei in den vergangenen Jahren immer stärker zurückgegangen, so auch am Standort Wyk.

„Auch wenn wir uns jetzt aus Wyk zurückziehen, sind die AOK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über das kostenfreie Servicetelefon
✆ 08002655000 rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr für die AOK-Versicherten erreichbar“, kündigt Paulsen an. „Ob im persönlichen Telefongespräch, über E-Mail, im Internet unter www.aok.de/nw, über Apps oder andere digitale Medien – wir werden unseren Versicherten eine Rund-um-die-Uhr-Beratung über alle Kommunikationskanäle hinweg anbieten.“

Schon heute, so Paulsen, nutzten viele Versicherte den Service der AOK-Onlinegeschäftsstelle www.meine.aok.de. Dort könnten von zu Hause aus Formulare heruntergeladen, neue Gesundheitskarten angefordert, Versicherungszeiten und persönliche Daten abgefragt und Unterlagen elektronisch angefordert werden. „Diese Services werden wir weiter ausbauen“, sagt Paulsen. Im Kreis Nordfriesland, so berichtet der Regionaldirektor außerdem, würden die AOK-Geschäftsstellen in Niebüll und Husum auch weiterhin bestehen bleiben.

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