Begeisterung mit Meerblick : Leinen los und Musik an

Die Musikerinnen Birgit Wildeman (l.) und Emilia Marienfeld begeisterten beim Nachmittagstee im Aquamarin.
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Die Musikerinnen Birgit Wildeman (l.) und Emilia Marienfeld begeisterten beim Nachmittagstee im Aquamarin.

Emilia Marienfeld und Birgit Wildeman luden ein zu einer musikalischen Reise von Hamburg nach New York.

shz.de von
10. Februar 2018, 18:30 Uhr

Bei „Afternoon Tea with a bit of music“ der Volkshochschule Föhr verwandelte sich das Aquamarin an der Wyker Strandpromenade für etwa zwei Stunden in ein Kreuzfahrtschiff. Emilia Marienfeld und Birgit Wildeman nahmen zahlreiche Besucher mit auf eine musikalische Reise von Hamburg über England, Irland und Schottland nach New York.

Birgit Wildeman trägt zum dritten Mal die Musik zum Nachmittagstee im Aquamarin bei: „Aber heute bin ich nur Emilias Begleitung“, so die Organistin der Nieblumer St.-Johannis-Kirche. Im Mittelpunkt steht die vielseitig begabte Emilia Marienfeld: Geige, Klavier, Kirchenorgel und Dudelsack spielt die 17-Jährige, und auch das Singen ist eines ihrer Talente. Ganz nebenbei macht die Borgsumerin gerade ihr Abitur. Die Idee, das Konzert als eine Kreuzfahrt zu verpacken, stammt von der jungen Musikerin selbst: „Ich bin ein riesengroßer Kreuzfahrt-Fan und beneide immer die Lounge-Pianisten. Außerdem passt hier die Location mit dem Blick aufs Meer perfekt dazu.“ Die Musik war passend zu jedem Reiseziel ausgesucht und reichte von traditionellen Werken bis hin zur Musik des Filmmusicals „La La Land“, dem Lieblingsfilm von Emilia Marienfeld.

In Hamburg begann die große Fahrt: „Stellt euch vor, ihr fahrt in den Urlaub, lasst Sorgen und Verpflichtungen hinter euch und sitzt auf Deck 15 in der Observation Lounge.“ Mit diesen Worten lud Emilia Marienfeld das Publikum auf ihre musikalische Reise ein, auf der sie mit Klavier, Geige und Gesang die Sehnsucht nach der weiten Welt weckte. Von der Hansestadt ging es Richtung England, Irland und Schottland, wo die Passagiere mit grünen Wiesen und traditioneller Folkmusik begrüßt wurden. „Die Atmosphäre ist klasse – jetzt fehlt nur noch ein Gin Tonic“, spricht mit Dietgard Berger eine der Besucherinnen ein begeistertes Lob aus.

Zur großen Überfahrt nach Amerika erklang „Gabriel’s Oboe“ von Ennio Morricone. Den Höhepunkt stellte dann die Ankunft in New York dar, wo Marienfeld die Reise mit den Liedern „Georgia on my mind“ von Ray Charles, „Smile“ von Charlie Chaplin und „New York, New York“ von Frank Sinatra singend beendete und großen Applaus erntete. „Den Aufbau mit der Reise durch verschiedene Länder fand ich genial“, so die Meinung der Zuhörerin Jutta Hinrichsen. „Das Ganze nimmt den Besucher mit, dazu der Blick auf das Meer: Bei einem Klavierstück passte der Rhythmus genau zu dem Schlag der Wellen.“

Kennengelernt haben sich Birgit Wildeman und Emilia Marienfeld durch Emilias Mutter Uta, die vor etwa 15 Jahren in den Nieblumer Singkreis St. Johannis eintrat, der von Wildeman geleitet wird. Die Kirchenorganistin gab Emilia Klavier- und später Orgelunterricht. Heute ist das junge Talent ebenfalls Mitglied des Chores. Nach unzähligen Auftritten, unter anderem im Folk-Baltica-Orchester, gehören Auftritte für Marienfeld schon zur Routine: „Ich bin nicht mehr aufgeregt. Früher war ich es sehr, aber wenn man beim Geigenspiel zittert, dann hört sich das nicht gut an“, erinnert sich die Musikerin.

Emilia Marienfeld steht kurz vor dem Abitur, der Kurs danach soll auch Richtung Musik gehen: „In Schottland würde ich gern den Bachelor Traditional and Folk Music studieren. Wenn das klappt, würde ich mich riesig freuen.“

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