Nordfriesischer Schreibwettbewerb : Kurzgeschichten Föhrer Autoren

<p>John Petersen (r.) mit NDR-Mitarbeiterin Dr. Karin Haug.</p>
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John Petersen (r.) mit NDR-Mitarbeiterin Dr. Karin Haug.

Viele Föhrer hatten Beiträge eingesandt. Einige der Geschichten wurden nun in der Alkersumer Ferring-Stiftung vorgestellt.

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12. März 2017, 14:00 Uhr

Da mehr als die Hälfte aller Einsendungen beim letzten, nordfriesischen Schreibwettbewerb „Fertel Iinjsen“ von Föhrern eingesandt worden waren, hatte Kerrin Ketels die Idee, einige davon einem breiteren Publikum vorzustellen. Im Rahmen des monatlichen Frühschoppens der Ferring-Stiftung hatten rund 30 Interessierte die Gelegenheit, bisher unbekannte, aber auch zwei prämierte Kurzgeschichten zum Thema „Wat’n lok“ (Was für ein Glück) zu hören.

Die Spanne reichte von melancholischen, nachdenklichen Zeilen über gesellschafts- und umweltkritische bis zu humorvollen Geschichten. Jede Geschichte sprach die Zuhörer auf ihre eigene Art an und zeigte, wie unterschiedlich sich die Autorinnen und Autoren dem Thema näherten. Besonders John Petersens Kurzgeschichte, die den bäuerlichen Ablammstall mit den Unannehmlichkeiten des geschlossenen Kreißsaales aus der Sicht eines Schafes verglich, fand bei den Zuhörern viel Anklang.

Ellin Nickelsens Erzählung „Wat’n lok“, die nachvollziehbar und pointiert die selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Tod thematisiert, hatte bei „Fertel Iinjsen 2016“ die Jury überzeugt und erreichte den ersten Platz. Die gehörten Geschichten lassen vermuten, dass auch bei zukünftigen, friesischen Schreibwettbewerben mit vielen Föhrer Beiträgen zu rechnen ist. Wat’n lok!

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