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einstimmung auf die weihnachtszeit : Kunsthandwerk im Mittelpunkt

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Seit den Sommerferien hatte Jutta Kollbaum-Weber, Leiterin des Wyker Friesenmuseums, mit ihrem Organisationsteam an den Vorbereitungen zum diesjährigen Adventsmarkt auf dem historischen Gelände gefeilt.

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erstellt am 09.Dez.2013 | 08:00 Uhr

Seit den Sommerferien hatte Jutta Kollbaum-Weber, Leiterin des Wyker Friesenmuseums, mit ihrem Organisationsteam an den Vorbereitungen zum diesjährigen Adventsmarkt auf dem historischen Gelände gefeilt. Und die zahlreichen Besucher nahmen die Traditionsveranstaltung als willkommene Abwechslung nach den ereignisreichen Tagen, die Sturm „Xaver“ allen beschert hatte.

So ließen sich denn auch in diesem Jahr Amrumer und Föhrer einen Besuch in der Gulfscheune, dem Haus Olesen, den Museumsräumen oder dem stimmungsvoll präparierten Außengelände nicht nehmen, und auch die Kurgäste beider Inseln ließen sich auf Weihnachten einstimmen. „Wir freuen uns, dass der Sturm rechtzeitig aufgehört hat“, berichtete Jutta Kollbaum-Weber, dass die Anbieter ihre Stände erst am Sonnabend aufbauen konnten. Und dass weniger Wochenendgäste zu verzeichnen gewesen seien. Denn der Orkan hatte auch am Freitag noch mächtig geblasen und so manchen von einem Kurztrip auf die Insel abgehalten.

Rund 40 Anbieter waren auch in diesem, dem zwölften Marktjahr vertreten, und der Museums-Chefin gelang es erneut, eine gesunde Mischung als bekannten und neuen Anbietern zu schaffen. In diesem Jahr etwa stand ein Holzdrechsler auf ihrer Wunschliste, den sie schließlich in Nils Peters aus den Reußenköögen gefunden hat. Der bekam durch seine Teilnahme Gelegenheit, die Insel Föhr kennenzulernen, und bot seine Arbeiten in der Gulfscheune an. Eines von vielen Kunsthandwerken: Objekte aus Tiffany waren bei Anette Schierenbeck aus Büdelsdorf zu bestaunen und Heike Müller aus Oldsum präsentierte nicht nur handgesponnene und -gefärbte Wolle von Föhrer Schafen und Alpakas, sondern betätigte sich auch selbst am Spinnrad.

Die einheimelnde Atmosphäre wurde zudem durch Weihnachtsdekorationen, Stofffiguren und Puppen bereichert. Mittendrin auch Cornelia Schau von Amrum, die ihre Töpferwaren anbot. Die Norddorferin gehört zu den bekannten Gesichtern, ebenso wie Brigitte Stantke aus Fahretoft. Die hatte ihre handgemachten Notiz- und Tagebücher erstmals 2010 auf Föhr angeboten und zählt seither zu den Stammgästen. Zu denen auch die Wyker Goldschmiedinnen, der Hospizverein, Renate Vollandt samt Fotokarten oder Peter Hering mit seinen bemerkenswerten Vogelfotografien gehören.

Nicht wegzudenken ist auch der Bonbonstand des Museumsvereins mit seiner Dosen-Abfüllmaschine. Längst haben die Dosen, die vielen Besuchern als Geschenk dienen, Sammlerwert. Ihre eigentliche Premiere hatten die „Bontsches“ im Rahmen eines Sommerfestes, 2008 wurden sie erstmals auf dem Adventsmarkt angeboten. Die Folge war ein wahrer Siegeszug, denn gereicht hat die eingekaufte Menge bisher in keinem Jahr. Die steigerte sich vielmehr immer weiter und betrug in diesem Jahr 90 Kilo, „wohl wieder nicht genug“, wie Vereinsmitglied Karsten Hansen bereits am ersten Tag orakelte.

Wem das Süße noch nicht reichte, der kam im Café Schöneberger oder am Crêpe-Stand auf seine Kosten. Und wer es deftiger mochte, fand sein Glück bei Grünkohl, Bratwurst, Pommes oder Kartoffelpuffer und spülte im Zelt der Lions mit Punsch nach. Das Ganze musikalisch untermalt, denn für Adventsstimmung sorgten vier Nachwuchsbläser der Föhrer Musikschule, Birke Buchhorn-Licht mit einigen Gesangsschülerinnen und, traditionell, der Posaunenchor aus Nieblum.

Ebenfalls traditionell kam selbstredend auch der Weihnachtsmann an beiden Tagen auf das Musemsgelände. Seit drei Jahren schlüpft der Wyker Klingelmann Knudt Kloborg in diese Rolle, die ihm auf den Leib geschneidert zu sein scheint. Die jüngeren Besucher jedenfalls waren begeistert von dem bärtigen Mann und hatten offensichtlich ebenso viel Spaß wie der rotgekleidete Gaben-Verteiler.

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