tolle landschaften : Kunstgeschichte des Nordens

Museumsleiterin Jutta Kollbaum-Weber
Foto:
1 von 2
Museumsleiterin Jutta Kollbaum-Weber

Die Ausstellung „Weite und Licht“ präsentiert im Wyker Friesenmuseum einzigartige Landschaften zwischen Nord- und Ostsee. Die Bilder und Grafiken stammen von unterschiedlichsten Künstlern des ausgehenden 19. Jahrhunderts bis heute.

shz.de von
25. Juni 2014, 08:00 Uhr

Am Sonntag, 29. Juni, wird um 11.30 Uhr die Ausstellung des Norddeutschen Rundfunks „Weite und Licht – Norddeutsche Landschaften“ im Dr.-Carl-Haeberlin-Friesenmuseum eröffnet.

Die Weite und das Licht sind herausragende Charakteristika, die die einzigartigen Landschaften zwischen Nord- und Ostsee kennzeichnen. Sie sind das verbindende Element der gezeigten Bilder und Grafiken, die von unterschiedlichsten Künstlern des ausgehenden 19. Jahrhunderts bis heute stammen. Vielfältig und facettenreich sind die Stilrichtungen, Techniken und Formate der Bilder, die gleichzeitig eine kleine Kunstgeschichte des Nordens bieten.

Berühmte Künstler sind ebenso vertreten wie weniger bekannte. Von allen glauben die Organisatoren, dass sie sich in interessanter Weise mit dem Thema Landschaft auseinandergesetzt haben. Die Palette reicht von Werken der Worpsweder Malerin Marie Hager über Vertreter der expressionistischen Künstlervereinigung Brücke, wie zum Beispiel Erich Heckel, bis zu Bildern von Horst Janssen, Klaus Fußmann, Günter Grass oder Werner Bley, der viel auf Amrum gemalt hat, und dem Amrumer Künstler Kai Quedens. „Man sollte sich auch Bilder ansehen, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken“, sagt Museumsleiterin Jutta Kollbaum-Weber, und weist auf eine Wattlandschaft von Werner Bley, ein schönes, leises Bild, das die hiesige Landschaft sehr gut trifft.

Der Norddeutsche Rundfunk begann schon früh nach seiner Gründung in den 1950-er Jahren Kunst zu sammeln und diese als erster Sender für Publikum zugänglich zu machen. Der Kunstbeauftragte des NDR, Professor Rudolf Großkopff, stellte aus dieser Sammlung die Ausstellung „Weite und Licht“ zusammen, die als Wanderausstellung in den Museen Norddeutschlands zu sehen ist und auf diese Weise einer breiten Öffentlichkeit präsentiert wird. Ziel des Senders ist, mit dieser Ausstellung einen Beitrag zur norddeutschen Identität zu leisten und zu zeigen, dass die Verantwortlichen ihren Kulturauftrag über das Radio und Fernsehen hinaus ernst nehmen.

„Weite und Licht – Norddeutsche Landschaften“ heißt es im Wyker Friesenmuseum von Sonntag bis zum 31. August. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen