feste grösse : „Kultour" ist Kult auf Amrum

Begeisterten als „Sasa & der Bootsmann“: Sasa Jansen und Stephan Moeller-Titel.
Begeisterten als „Sasa & der Bootsmann“: Sasa Jansen und Stephan Moeller-Titel.

Auch in ihrem sechsten Jahr hat die Amrumer Insel-Kultour nichts von ihrer Anziehungskraft verloren und die elfte Auflage war wiederum ein voller Erfolg.

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20. Juni 2014, 21:00 Uhr

Auch in ihrem sechsten Jahr hat die Amrumer Insel-Kultour nichts von ihrer Anziehungskraft verloren und die elfte Auflage war wiederum ein voller Erfolg.

2009 war die Veranstaltung von den Kinobetreibern Ralf Thomsen und Ulrike Keppler und der Amrumer Kultband „Crazy Horst“ sowie mit Unterstützung der Amrum-Touristik ins Leben gerufen worden und hat sich seither fest im insularen Veranstaltungskalender etabliert.

Und auch in diesem Jahr waren wieder Musiker unter dem Motto „Von Rock bis Folk, von Wittdün bis Norddorf und von High Noon bis After Midnight“ auf der Insel unterwegs. In den fünf Kultour-Stätten „Oomes Hüs“ in Norddorf, das zum ersten Mal dabei war, „Strandpirat“ und „Dörnsk & Köögem“ in Nebel sowie dem „Restaurant Weltenbummler“ in Steenodde und dem Café „Pustekuchen“ in Wittdün konnte das Publikum zwischen 13 und 17 Uhr – jeweils zur vollen Stunde – aus der gelungenen Mischung verschiedener Musikstile wählen.

Wie schon bei der Jubiläumsausgabe der Kultour im September des vergangenen Jahres war das Duo „Sasa & der Bootsmann“ aus Hamburg dabei, präsentierten Sasa Jansen (Gesang, Klavier, E-Piano) und Stephan Moeller-Titel (Gitarre) deutschsprachigen Singer-Songwriter-Pop. Das Duo ist seit 2008 musikalisch auf großer Fahrt und präsentierte im „Pustekuchen“ eine musikalische Lesung mit humorvoll-abgründigen Kurzgeschichten und bezaubernden Liedern.

Als Entdeckung entpuppte sich die nordfriesische Band „Nina Nova“. Die drei jungen Musiker kommen aus Niebüll und Umgebung und hatten somit fast ein Heimspiel. Die deutschsprachigen Lieder des kreativen Trios stammen sämtlich aus eigener Feder und kommen mit viel Herz und Gefühl daher.

Mit dem Iren Steven Foley gab sich ein guter Bekannter die Ehre. Seit mehr als 20 Jahren ist der Musiker europaweit mit seiner Gitarre unterwegs und auch auf Amrum erntete er viel Applaus.

Eine Gitarre, eine Mundharmonika und ein Schlagzeug – mehr brauchen André Closius und Thomas Rüsken von „Natural Facts“ nicht, um die Musik der 1930-er Jahre stilecht zu spielen. Vor dem Hörgenuss mussten sich die Fans allerdings in Geduld üben, denn die Musiker hatten nach einem Verkehrsstau ihre Fähre in Dagebüll verpasst, weshalb zwei Auftritte ausfielen. Im „Dörnsk & Köögem“ sprangen spontan die als Zuschauer anwesenden Rüdiger und Birgit Sokollek als „Querbeet“ ein und ernteten dafür natürlich einen Riesenapplaus.

Rhythm & Blues mit einprägsamen Hooklines und stimmgewaltigen Refrains: Eine akustische Alternative, für die „Nacked Poets“ steht. Die nackten Poeten präsentierten Texte mit Tiefgang und enthüllten dabei ihre Leidenschaft für das Leben, die Liebe und das Laster. In ihrer Musik treffen klare Akustik-Gitarren-Klänge auf Ethnic-Percussions und dreckige Blues Harps. Den Zuschauern hat es gefallen.

Das große Kultour-Finale fand traditionell in der Amrumer Kultkneipe „Blaue Maus“ statt. Auf je einer Bühne draußen und drinnen waren alle Bands und Musiker bis nach Mitternacht nochmals vor großem Publikum zu sehen und zu hören.

Wie Organisatorin Ulrike Keppler erklärte, wird die Kultour im Herbst pausieren, so dass die 12. Ausgabe voraussichtlich erst im Juni des kommenden Jahres stattfinden wird.

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