Sommerausstellung in der Amrumer Mühle : Künstlerische Reise über die Insel

Verbrachte schon als Kind ihre Ferien auf der Insel: Wiebke Meier.
Verbrachte schon als Kind ihre Ferien auf der Insel: Wiebke Meier.

Dreidimensionale Wirkung: Wiebke Meier malt Aquarelle in einer besonderen Mehrschichten-Technik.

shz.de von
21. Juni 2018, 17:30 Uhr

In der Amrumer Windmühle werden die Besucher derzeit zu einer Reise über die Insel eingeladen. Hochkant-Panoramen und kreisrunde Kunstwerke stellt die Künstlerin Wiebke Meier aus, auf „handgeschöpftem, runden Papier aus Italien“, wie sie bei der Eröffnung der 54. Sommerausstellung verriet.

Zuvor hatte Volker Langfeld die Besucher begrüßt, die musikalisch von Birgitt und Rüdiger Sokollek auf die 42 Bilder eingestimmt wurden. Viele waren gekommen, um sich die Aquarell-Malerei der Künstlerin anzuschauen, für die die Ausstellung auf der Insel nach eigenen Worten „etwas ganz Besonderes ist“. Ihre Leidenschaft für Amrum währt schon lange, denn bereits als Kind verbrachte sie mit ihren Eltern hier die Ferien. In ihrer Kindheit fing auch die Liebe zur Malerei an – eine Leidenschaft, die sie auch während der Schulzeit begleitete.

Dennoch entschied sich Wiebke Meier für eine „solide“ Arbeitsstelle und erlernte den Beruf der Bankkauffrau. „Zum Glück, denn durch die Arbeit habe ich sie kennengelernt“, erzählte ihr Ehemann. Auf das Kennenlernen folgte der Umzug nach Heiligenhafen und die Kinder wurden geboren. In der Zeit als junge Mama pochte die künstlerische Ader wieder und Wiebke Meier nahm an einem Aquarellkurs der Volkshochschule teil. Dies sollte zu einer Wende in ihrem Leben werden, denn schnell erkannte der damalige Dozent ihr großes Talent. Sie wurde in die Malgemeinschaft in Heiligenhafen aufgenommen und es folgten erste Ausstellungen. Zwischen 2007 und 2011 war sie sogar selbst Dozentin an der Volkshochschule des Ostseebades.

Die Malerei hat sie nicht mehr losgelassen und neben nationalen hat sie auch internationale Erfolge feiern können. Ein Amrumer Dünenbild sicherte Wiebke Meier die Teilnahme an der internationalen Ausstellung „Fabriano in Aquarell” in Italien, wo 750 Aquarelle aus 50 Ländern präsentiert wurden. „Ich habe meinen Stil gefunden, mit einer Mehrschichten-Arbeit male ich anders als viele andere. Drei bis fünf Schichten baue ich in einer Nass-in-Nass-Technik auf. Die Bilder wirken dreidimensional, man taucht förmlich in sie ein”, erklärt die Künstlerin. Den Besuchern gefallen die Arbeiten, sie schwärmen von den Motiven, der Umsetzung und den Farben. Bis zum 24. August können die Kunstwerke von Wiebke Meier in der Amrumer Windmühle bestaunt und gekauft werden. Geöffnet ist täglich von 10.30 bis 13 und 14.30 bis 17 Uhr.

Weitere Infos unter www.wiebkemeier.de

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