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Wyker neubaugebiet : Künftige Bauherren brauchen Klarheit

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Mitglieder des Bauausschusses erleben es nicht oft, dass ihre Sitzungen gut besucht sind. Wenn allerdings das Neubaugebiet am Kortdeelsweg auf der Tagesordnung steht, finden sich regelmäßig viele Besucher ein.

Die Mitglieder des Bauausschusses erleben es nicht oft, dass ihre Sitzungen gut besucht sind. Wenn allerdings der Bebauungsplan Nummer 51 und damit das Neubaugebiet am Kortdeelsweg auf der Tagesordnung steht, finden sich regelmäßig viele Besucher ein.

Die hofften diesmal auf nähere Informationen: „Werden auch Daten genannt und wie sieht der Zeitplan aus“, brachte Stefan Kaltenbach im Rahmen der Einwohnerfragestunde die Hoffnung aller auf den Punkt. Eine vergebliche Hoffnung, denn wann es konkret losgehe, wer welches Grundstück bekommt und wie diese geschnitten sein werden, stehe derzeit noch nicht fest, verkündete die Ausschussvorsitzende Dr. Silke Ofterdinger-Daegel (KG).

„Es wird auf Föhr kein zweites Haithabu geben. Der Errichtung des Neubaugebietes steht nichts im Weg“, berichtete die Vorsitzende dann von den Grabungen des archäologischen Landesamtes, die ohne Ergebnis geblieben seien. Und auch die Bodenuntersuchungen auf der Fläche, die in den 1950-er Jahren der Ablagerung von Hausmüll diente, seien abgeschlossen worden. Mit Ergebnissen, die nun bei der weiteren Planung berücksichtigt werden.

Einstimmig segneten die Mitglieder die Überarbeitung des Bebauungsplanes ab. In dem waren Zeichnung und Text angepasst worden, nach einer Ortsbegehung des Verkehrsplaners, mit dem Ziel, die Pläne für Straßen, Wege und Plätze, Lichtmasten, Parkplätze und Regenentwässerung zu erstellen. Letztere soll über eine Muldenentwässerung erfolgen, wie der Ausschuss ebenfalls einstimmig beschloss.

Vorteil der Mulden, die an einer Seite der Straßen verlaufen, ist die Vereinfachung des Verfahrens gegenüber einer aufwändigeren Kanalleitung. Das Wasser muss nicht über Rohre abgeleitet werden, sondern versickert im Boden. Dafür wird das Bankett einer Straßenseite auf einen guten Meter verbreitert und eine Mulde angelegt, die begrünt werden kann.

Der neue Entwurfs- und Auslegungsbeschluss soll nun am 5. März den Bauausschuss und bereits am 6. März die Stadtvertretung passieren. Es folgen die öffentliche Auslegung sowie die Beteiligung der Träger der öffentlichen Belange, für die jeweils vier Wochen gerechnet werden müssen. Im Mai, skizzierte Bauamtsmitarbeiter Ulrich Schmidt das Zeitfenster, erfolgt im günstigsten Fall der Satzungsbeschluss. „In der zweiten Jahreshälfte könnte die Erschließungsplanung abgeschlossen und über Grundstücksgrößen und -aufteilung entschieden werden.“

Ein Zeitfenster, das nur realistisch ist, wenn die politischen Gremien in ihrer Entscheidungsfindung effektiver verfahren als bisher. Ein Anfang wurde an diesem Tag gemacht: Die Vergaberichtlinien für die Grundstücke sollen in kleiner Runde mit den jeweiligen Fraktionssprechern unter Einbindung der Öffentlichkeit am Mittwoch, 26. Februar, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Amtsgebäudes beraten werden. Doch auch diese Entscheidung fiel erst, nachdem die Idee, dass sich der Jugend-, Kultur- und Sozialausschuss, der Bauausschuss und der Finanzausschuss des Themas in eigenen Sitzungen oder in einer Mammut-Runde annehmen sollten, vom Tisch war.

„Viele Köche verderben den Brei“, hatte Lars Schmidt (CDU) dem Vorschlag eine Abfuhr erteilt. In einer derart großen Runde sei kein Konsens zu erwarten. Der notwendig ist, denn die Bürger sind in Wartestellung. Weshalb Till Müller (Grüne) warnte, die Vergaberichtlinien vor sich herzuschieben. Es handle sich um Entscheidungen, die getroffen und nach außen kommuniziert werden müssen, „dass die Interessenten wissen, worauf sie sich einstellen müssen und planen können“.

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erstellt am 19.Feb.2014 | 08:00 Uhr

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