zur Navigation springen

„Kraft sammeln für das, was kommt“

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

In diesen eher dunklen Tagen zum Ende des Jahres wird in der Natur deutlich sichtbar, dass sich etwas geändert hat. Die Bäume haben ihre Lebenskraft in die Wurzeln zurückgezogen, um zu überwintern. Auch äußerlich sichtbar: Die Blätter fallen und die Bäume wirken kahl und in sich gekehrt. Viele Tiere zeigen ein ähnliches Verhalten und halten Haus mit ihrer Lebensenergie. Die Natur geht in den Ruhemodus über.

Nur wir machen weiter wie bisher, arbeiten genauso viel wie im Sommer, planen unsere Freizeitaktivitäten und shoppen, chatten oder surfen im „www“. Und wir wundern uns darüber, dass wir diese Zeit als so stressige und emotional dichte erleben. Vielen fällt dann ein, dass Weihnachten vor der Tür steht und das herannahende Fest wird oft für die aufkommende Hektik verantwortlich gemacht.
Ich glaube, dieses starke Empfinden der Hektik in diesen Tagen liegt daran, dass wir modernen Menschen als einzige nicht im Ruhemodus sind. Wir unterschätzen unser Zusammenspiel mit der Natur. Wir erleben uns nicht mehr als ein Teil der Schöpfung und spüren daher nicht, dass wir, als ursprüngliche Naturwesen, von ihr geprägt werden.

Auch unsere Kräfte sind im Winter andere als im Frühling oder Sommer. Wir fahren innerlich, ohne es zu merken, runter. Äußerlich belassen wir alles so wie bisher und das überfordert uns.
Die Kraft Gottes, die Leben spendet, wohnt auch in uns. Sie verbindet uns mit der Natur beziehungsweise der Schöpfung. Und auch in der Schöpfung gab es Ruhephasen. Wenn Gott sich eine Auszeit gönnen kann, warum müssen wir dann eigentlich immer auf Hochtouren fahren?
Wie wäre es, mal von Dezember bis Februar ein bisschen weniger zu tun und stattdessen öfter mal Ruhe zu halten oder zu chillen? Wir könnten den Frühling intensiver erleben und mit der Natur wieder zu neuen Kräften erwachen. Und wir würden als das leben, was wir sind: Von Gott geschaffene Wesen der Schöpfung.

zur Startseite

von
erstellt am 02.Dez.2016 | 18:01 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen