zur Navigation springen

Wyker friesenmuseum : Kräuter für alle Lebenslagen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Ob Hagebutten putzen oder Essig herstellen: Beim Tag der offenen Tür legten die Besucher selbst Hand an. Das Wetter spielte mit und der Andrang auf dem Gelände am Rebbelstieg war groß.

„Kräuterhexentreffen“ entfuhr es einem Besucher, was allerdings sehr anerkennend gemeint war und keineswegs boshaft. Und Kräuter- und Wetterhexen scheint eine innige Freundschaft zu verbinden, denn pünktlich zum Beginn des Tags der offenen Tür im Dr. Carl-Haeberlin-Friesenmuseum in Wyk riss der Himmel auf. „Die Besucher schätzen diese friedliche Atmosphäre“, so Leiterin Jutta Kollbaum-Weber, die sich sehr zufrieden mit dem Tag zeigte.

Das diesjährige Motto, „Gegen alles ist ein Kraut gewachsen“, lockte viele Besucher an, besonders Familien fühlten sich wieder sehr angesprochen von den Aktionen auf dem Museumsgelände. Während der eine es nie im Leben für möglich gehalten hätte, dass ihm eingelegter Queller schmeckt, staunte ein anderer über seine Kreativität, die er beim Kranzwinden mit hiesigen Blumen entwickelte. Nicht nur Kinder durften Kräuteressig selbst herstellen, Hagebutten putzen, um sie zu einem außergewöhnlich guten Pesto verarbeitet zu probieren, Dips aus Brennnessel und Giersch kosten und dazu hausgemachten Apfelsaft genießen.

Die eigens für diesen Tag gegründete Museumsapotheke, stilecht in der Gulfscheune untergebracht, hielt Magentee und Pfefferminzpastillen bereit, die von den Besuchern ebenfalls selbst gemischt beziehungsweise hergestellt werden konnten. Große Nachfrage herrschte beim Zusammenschmelzen von Ringelblumensalbe und Lippenbalsam, in Miesmuschelschalen gegossen zum Verschenken schon viel zu schade.

Sich zwischen mehr als 70 unterschiedlichen Kuchensorten zu entscheiden, fiel manch einem Besucher nicht so leicht, aber die Schlange von hinten, die erbarmungslos zum Wählen forderte, ließ Entscheidungsschwächen nicht zu. Bereits vor dem Ende der Veranstaltung war dann das Buffet auch geräumt.

Alte Kinderspiele wie Kringelbeißen, Seilspringen, Sackhüpfen oder Murmeln sind immer noch „up to date“, sie müssen nur einmal wieder präsentiert werden. Das zählt für das Drucken mit Naturmaterialien und das Schnitzen von Pfeifen aus Holunderholz gleichermaßen.

„Ich finde es ganz großartig, dass Ihr das macht“, lobte eine Besucherin den Tag der offenen Tür, während ihre Tochter – und Kinderlachen wirkt auch ohne Worte – voller Stolz eine Tüte selbst hergestellter Pfefferminzpastillen ihrem Bruder präsentierte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen