Stimmungsvoll : Konzert von "Didgeridoo und Mukoviszidose"

Die Musiker gaben alles und das Publikum spendete begeistert Applaus. Foto: Kinka Tadsen
Die Musiker gaben alles und das Publikum spendete begeistert Applaus. Foto: Kinka Tadsen

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28. Oktober 2008, 09:22 Uhr

Nebel | Jürgen Breuninger gab zum Abschluss seines Didgeridoo-Workshops an der Kinderfachklinik Satteldüne mit seinen Schülern ein Konzert. Seit 1998 arbeitet Breuninger mit seinem Didgeridoo und Trommeln mit mehrfach behinderten Menschen zusammen.

Die Kieler Physiotherapeutin Inken Voges hat mit dem Didgeridoolehrer, Diplom Sozialpädagogen, Kommunikationstrainer und Drogenberater Jürgen Breuninger 2005 das Forschungsprojekt "Didgeridoo & Mukoviszidose" an der Kieler Uniklinik ins Leben gerufen. Das Musizieren mit dem Blasinstrument der australischen Ureinwohner soll den erkrankten Kindern helfen, Schleim aus ihren Lungen abzuhusten. Den Erfolg ihrer Zusammenarbeit zeigten sie beim Konzert in Nebel. Da kamen kleine und große "Kängurus" hereingehüpft und spielten "Alle meine Entchen" auf dem Didgeridoo.

Das Instrument ist eines der ältesten Blasinstrumente der Welt. Ein von Termiten ausgehöhlter Baumstamm entfaltet durch Luftdurchzug diese einzigartigen Klänge. Das Windinstrument wird mit einer speziellen Atemtechnik gespielt. Es gibt viele verschiedene Materialien und Formen für das Didgeridoo.
Regenfall- und Abwasserrohre
Jürgen Breuninger verwendete bei seinem Konzert Regenfall- und Abwasserrohre, die bunt bemalt wurden. Mit großen vor Begeisterung leuchtenden Augen und reichlich Energie spielten die Kinder ihr Konzert und erhielten von den Besuchern mehrfach tosenden Applaus.

Da wurde von Afrika, Gorillas und Antilopen gesungen und gespielt. Bei dem Lied über Ananas, Kiwis, Schokolade und Mandarinen wurden die kleinen Künstler tatkräftig vom Publikum unterstützt.

Das "Duell von Westside und Eastside" musste sogar als Zugabe wiederholt werden. Selbstredend stand aber dieser Abend vor allem für das "musikalische Duell" der Kinder, die trotz ihrer Krankheit alle Energie zusammennahmen und der Mukoviszidose den Kampf ansagten.
Soloauftritt für die Kinder
Lukas, Valentino, David, Eileen und Paola - einige der Kinder hatten einen Soloauftritt, für den sie ebenfalls großen und lauten Zuspruch von den Besuchern erhielten.

Dass das Forschungsprojekt "Didgeridoo & Mukoviszidose" ein erfolgreiches ist, wurde an diesem Abend dem Publikum mehr als deutlich vor Augen (und Ohren) geführt. Mit unermüdlicher Motivation und nicht enden wollender Leidenschaft waren die kleinen und großen Musiker dabei und brachten einen Hauch Australien in die Kinderfachklinik Satteldüne.

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