Föhr : Konzept für das alte Gymnasium

Das Grundstück liegt in bester Lage am Wyker Südstrand.
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Das Grundstück liegt in bester Lage am Wyker Südstrand.

Ein Investor will 72 Wohnungen schaffen. Die Entstehung einer Rollladensiedlung soll durch eine Erbbauregelung verhindert werden.

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24. Januar 2018, 12:30 Uhr

Noch wohnen hier die Arbeiter, die auf der Hotelbaustelle an der Gmelinstraße beschäftigt sind, und außerdem findet während des Sporthallenbaus am Rebbelstieg der Sportunterricht der Eilun-Feer-Skuul im alten Föhrer Gymnasium am Südstrand statt. Doch schon bald sollen da, wo etliche Schülergenerationen Vokabeln und Formeln gepaukt und bei Prüfungen geschwitzt haben, komfortable barrierefreie Wohnungen entstehen.

Das hofft jedenfalls eine niedersächsische Investorengruppe, die das Grundstück schon 2015 erworben hat. Nachdem erste Pläne für eine künftige Nutzung vor genau einem Jahr im Bauausschuss nicht auf ungeteilte Zustimmung stießen, hatte sich eine Arbeitsgruppe, der auch Wyker Politiker und Mitarbeiter des Bauamts angehörten, daran gemacht, die Pläne zu überarbeiten (wir berichteten). Das Ergebnis präsentierte Christian Möhrke von der Lindhorst-Gruppe jetzt dem Bauausschuss. Möhrke und seine Auftraggeber sind auf die Befürchtungen der Stadt eingegangen, dass aus dem, was als Dauerwohnungen gebaut wird, irgendwann doch Ferienwohnungen werden könnten. Durch ein Erbpacht-Modell, ähnlich dem, mit dem in Föhrer Neubaugebieten das Entstehen von Zweitwohnungen verhindert werden soll, sollen in der Wohnanlage auf dem ehemaligen Schulgrundstück Ferienwohnungen verhindert werden.

24 Ferienwohnungen allerdings, diese Kröte muss die Stadt wohl schlucken, wird es auf dem Grundstück geben – „anders lässt sich das Projekt nicht finanzieren“, so Möhrke. Doch außerdem werden 48 senioren- und behindertengerechte Dauerwohnungen geschaffen, die von 28 bis 120 Quadratmeter groß sein sollen. Zusätzlich zum alten Schulgebäude sollen zwei Neubauten entstehen, in denen 24 Ferien- und 24 Dauerwohnungen untergebracht werden und die sich trotz moderner Fassade an den Bestand optisch anpassen sollen. Im bestehenden Gebäude sind weitere 24 barrierefreie Ein- und Zweizimmerwohnungen vorgesehen, die für betreutes Wohnen geeignet sind. Als Termin für den Baubeginn peilt Möhrke den März 2019 an, bereits ein Jahr später soll die neue Wohnanlage direkt am Wyker Südstrand fertig sein.

Die Wyker Ausschuss-Mitglieder waren vom Vortrag Christian Möhrkes beeindruckt, denn: „dieser Investor ist auf alles eingegangen, was der Ausschuss gefordert hat“, stellte Lars Schmidt (CDU) fest. Und „das klingt alles viel zu gut, wo ist der Haken?“, meinte seine Fraktionskollegin Claudia Andresen.

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