Auf Föhr : Komfortables Sommerhaus

Einsatz im Forst: Karsten Fiehl (li.) und Ole Sieck bei der Nistkasten-Montage.
Einsatz im Forst: Karsten Fiehl (li.) und Ole Sieck bei der Nistkasten-Montage.

Auf die Nistkastenaktion des BUND gab es eine große Resonanz . 80 Vogel-Wohnungen wurden für den Insel-Forst gespendet.

shz.de von
22. Mai 2018, 17:00 Uhr

Gerade mal einen Monat ist es her, dass die Inselgruppe Föhr des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) gemeinsam mit dem Ideengeber Karsten Fiehl zu einer Spendenaktion aufgerufen hatte, damit Singvögel neue Nistmöglichkeiten im Föhrer Forst erhalten konnten. Die Resonanz auf diesen Aufruf war überwältigend: Bisher konnten bereits 80 Kästen der unterschiedlichsten Größen und Sorten angebracht werden. „Von der großzügigen Spendenbereitschaft bin ich sehr positiv überrascht. Ich freue mich, dass wir schon so viele Nistkästen anschaffen konnten“, sagt BUND-Mitarbeiterin Angela Ottmann.

Viele Moosnester sind so angebracht, dass Spaziergänger sie gut beobachten können. Weitere Kästen werden auch in den nächsten Wochen noch aufgehängt. „Und selbst, wenn sie in diesem Frühjahr nicht mehr als Nisthilfe genutzt werden, können sie Winterschlafplätze werden und im nächsten Jahr vielen Küken gute Startbedingungen geben“, berichtet Ottmann.

Die größte Anzahl der Nistkästen wurde über die Paritätischen Werkstätten Föhr bestellt und hergestellt. Auch sie haben, so berichtet Ottmann, diese Aktion unterstützt, indem sie einen Preisnachlass gewährten. „Bereits nach ein paar Tagen konnten wir den ersten Gartenrotschwanz dabei beobachten, wie er einen Holznistkasten inspizierte“, freute sich Karsten Fiehl. Spätestens beim Reinigen im Herbst wird sich zeigen, wie viele Vögel welcher Art die Hilfe zum Bau ihrer Nester angenommen haben.

In Wäldern und Kulturlandschaften ist Totholz größtenteils verschwunden. Hier können künstliche Nisthilfen einen Ausgleich schaffen. „Im Forst wäre ein wenig mehr Unordnung genauso wünschenswert, wie eine kleine Fläche in jedem Garten, wo nicht jedes Wildkraut entfernt wird“, meint Ottmann. So diene zum Beispiel die Brennessel Raupen als Futterpflanze, und die Raupe wiederum sei Futter für Vogelkinder. Aufgeschichtete tote Zweige und Laub in einer Ecke des Gartens könnten ein sicherer Winterschlafplatz für Igel werden. Somit könne ein kleiner Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt geleistet werden, erklärt Ottmannn.


Weitere Informationen – auch für potenzielle Spender – unter
✆ 04681/7461720, info@bund-foehr.de oder www.bund-foehr.de.


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