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Alarm am Abend : Knochenbrüche und Fleischwunden

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Unfall zwischen einem Bus und einem Pkw: Föhrer Einsatzkräfte leisten bei einer Übung gute Arbeit.

shz.de von
erstellt am 06.Nov.2015 | 13:00 Uhr

Ein Horrorszenario, wie es sich niemand wünscht, bot sich am Unfallort: Ein Bus war mit einem Auto zusammengestoßen. Der Bus war vollbesetzt mit Kindern und Erwachsenen, die mit offenen Knochenbrüchen oder tiefen Fleischwunden teils sehr schwer verletzt waren. Eine Situation, die im Realfall nicht nur eine körperliche, sondern auch eine psychische Belastung für alle Einsatzkräfte darstellt.

Am Mittwochabend war zum Glück alles nur gespielt, im Rahmen einer gemeinsamen Übung der Feuerwehren Oevenum, Nieblum und Wrixum, dem Rettungsdienst und der Föhrer Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG). Den Schwerpunkt des Trainings bildete die Bergung der Verletzten aus dem Bus, die anschließende Versorgung trat in den Hintergrund.

Mit dem Unfall gaben sich jene, die sich das Szenario ausgedacht hatten, nicht zufrieden: Es galt auch, einen Brand im Siedlerweg hinter Oevenum zu bekämpfen. Hier gestaltete sich die Anfahrt als schwierig. Diese wurde durch die Enge der Straße aus verschiedenen Richtungen nötig, was erst im zweiten Anlauf gelang. Dadurch verspätete sich der Aufbau des Versorgungszeltes aus Nieblum und somit die Behandlung der Verletzten.

Deren Bergung verlief dagegen sehr gut. Ole Hecht vom Rettungsdienst koordinierte, wer besonders dringend Hilfe brauchte, und die Feuerwehr sorgte für eine rasche Räumung des Busses, während sich Sanitäter um die Betreuung kümmerten. Nach gut 50 Minuten wurde die Übung dann erfolgreich beendet. Das Feuer war gelöscht, der Bus geräumt und die Patienten lagen im Zelt.

Während der Nachbesprechung im Feuerwehrhaus Oevenum wurden bei Suppe und Getränken positive und negative Aspekte der Übung angesprochen. Vor allem die Versorgung der Opfer wurde hier moniert, die besser hätte ablaufen können. Im Großen und Ganzen zeigten sich alle Beteiligten allerdings zufrieden.

Neben der umständlichen Anfahrt bemängelte Nieblums Wehrführer Hauke Brett die miserable Funkverbindung: „Ich stand direkt neben den Kollegen, aber über Funk habe ich sie nicht erreicht.“ Dennoch war Timo Paulsen, der Einsatzleiter und Initiator der Übung, zufrieden mit der Leistung der Rettungskräfte. „Ich würde sagen, dass wir das hier heute gut gemeistert haben. Es gab zwar einige Probleme, vor allem auch in der Koordination, aber dennoch haben wir schnell und sauber gearbeitet.“ Und der DLRG-Vorsitzende Brar Nissen betonte, dass eine solche Schadenslage zwar nicht alle Tage passiere, die Einsatzkräfte aber dennoch darauf vorbereitet sein müssten.

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