Fridays for Future : Klima-Demo auf Föhr: Weit über 500 Teilnehmer in Wyk

Der Meeresforscher Karsten Reise sprach auf dem Rathausplatz. Um 18.30 Uhr hält er außerdem einen Vortrag im Schulzentrum.

Der Meeresforscher Karsten Reise sprach auf dem Rathausplatz. Um 18.30 Uhr hält er außerdem einen Vortrag im Schulzentrum.

Die Organisatoren sind von der Resonanz überwältigt. Der Vortrag am Abend wird ins Schulzentrum verlegt.

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20. September 2019, 13:32 Uhr

Mit einer Kundgebung auf dem Rathausplatz endete die Klimaschutz-Demo in Wyk auf Föhr. Weit über 500 Teilnehmer waren davor durch die Stadt gezogen. Zwei- und Vierbeiner, zu Fuß, im Kinderwagen und im Rollstuhl machten sich –  angeführt von Bengt Nahmens und Jona Tophinke von der  Fridays-for-Future-Bewegung –  auf den Weg. Lautstark machten sie darauf aufmerksam, dass es für die Erde längst fünf nach zwölf ist.

Alle Generationen dabei

Alle Generationen waren dem gemeinsamen Aufruf von Schülern, der Grünen und des Bundes für Umwelt und Naturschutz gefolgt, die kleine Dänische Schule war  sogar zusammen mit ihrem Rektor Uwe Nissen  fast komplett angetreten. Etliche Passanten schlossen sich unterwegs noch spontan dem Demonstrationszug an. Mit selbst gemalten Transparenten und Plakaten zogen die Demonstranten durch Wyk.

Wenn der Meeresspiegel um einen Meter ansteigt, gehen 74 Prozent der Wattflächen verloren. Michel Varrelmann, Schutzstation Wattenmeer
 

Am Gezeitenbrunnen an der Mittelbrücke gab es einen Zwischenstopp und eine erste Ansprache, in der  Michel Varrelmann, der ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der Schutzstation Wattenmeer absolviert, die Folgen des Klimawandels für das empfindliche Ökosystem rund um Föhr  erläuterte. Wenn der Meeresspiegel um einen Meter ansteigt, gingen 74 Prozent der Wattflächen verloren – mit katastrophalen Auswirkungen auf Tier- und Pflanzenwelt, berichtete der 18-Jährige.

Wir können nicht warten, bis auch die letzten Zweifel an den Auswirkungen des Klimawandels beseitigt sind, die letzten Zweifler ausgestorben sind und der letzte Volltrottel es endlich kapiert hat. Karsten Reise, Meeresforscher
 

Bei der Abschlusskundgebung auf dem Rathausplatz trug dann die Wykerin Ulrike Geldschläger ein Gedicht zum Thema vor, das sie spontan am Vorabend geschrieben hatte. „Wir können nicht warten, bis auch die letzten Zweifel an den Auswirkungen des Klimawandels beseitigt sind, die letzten Zweifler ausgestorben sind und der letzte Volltrottel es endlich kapiert hat“, rief der Sylter Meeresforscher Karsten Reise den Demonstranten zu und erntete tosenden Applaus.

Reise wird am Abend um 18.30 Uhr in Wyk einen Vortrag zum Thema Klimawandel halten.  Der wurde angesichts der großen Resonanz auf den Demoaufruf spontan vom kleinen BUND-Haus in der Strandstraße ins große Schulzentrum verlegt. „Angesichts der vielen Demo-Teilnehmer glauben wir, dass es auch heute Abend voll wird“, begründete Manfred Hinrichsen diesen Umzug.

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