Sternsinger : Kleine Könige trotzen Wind und Wetter

Waren aktiv für die gute Sache: Till Stubenrauch, Fabio Lovizio, Patryck Antoniak, Clara von Stülpnagel, Mia Tötschler, Nastja Pulm (hinten) sowie Aaron Aulbach, Jakob Aulbach, Benn Stubenrauch, Noah Aulbach und Luzie Aulbach (vorn, jeweils von links).
Waren aktiv für die gute Sache: Till Stubenrauch, Fabio Lovizio, Patryck Antoniak, Clara von Stülpnagel, Mia Tötschler, Nastja Pulm (hinten) sowie Aaron Aulbach, Jakob Aulbach, Benn Stubenrauch, Noah Aulbach und Luzie Aulbach (vorn, jeweils von links).

Beim Zug von Haus zu Haus wurden fleißig Spenden für Kinder auf den Philippinen gesammelt. Zur Belohnung gab es Süßigkeiten.

shz.de von
13. Januar 2015, 12:15 Uhr

Zum 16. Mal waren die Sternsinger auf Föhr unterwegs. Trotz Wind und Hagel besuchten sie unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein“ viele Haushalte und Familie und spendeten den Segen der heiligen drei Könige. Im Gegenzug sammelten sie Spenden für das Kindermissionswerk der katholischen Kirche. Schwerpunkt der Spendenaktion sind in diesem Jahr die Philippinen. Viele Probleme gilt es in dem Inselstaat zu bekämpfen, die noch anwuchsen, nachdem der große Taifun „Haiyan“ im Jahr 2013 dort gewütet und viele Kinder mit ihren Familien ihre Häuser verloren hatten.

Besonders unterstützt werden in diesem Jahr Projekte, die die Ernährung der Kinder in den Mittelpunkt stellen. In der Hauptstadt Manila leben 17 Millionen Menschen, von denen mindestens 15  000 auf einer Müllhalde am Rand der Stadt leben. Um den Kindern trotz dieser widrigen Lebensbedingungen eine gesunde Ernährung und eine halbwegs normale Kindheit zu ermöglichen, wurde inmitten des Slums eine Oase errichtet, in der die Kinder eine ausgewogene Ernährung bekommen und die Probleme des Alltag vergessen können.

Ein weiteres Projekt ist das Ernährungsprogramm der Suarez-Schule außerhalb Manilas. Hier lernen die Kinder, sich selbst zu ernähren und alle wichtigen Lebensmittel im eigenen Garten anzubauen. So soll der Teufelskreislauf der Mangelernährung auf den Philippinen durchbrochen werden. Fast jedes dritte Kind hat nicht genug zu Essen oder kann nur einseitig ernährt werden.

Um dies zu ändern, gingen in den letzten Wochen in ganz Deutschland Kinder als Sternsinger von Haus zu Haus. Auf Föhr kamen knapp 640 Euro für die Projekte zusammen. Mitorganisatorin Ingrid Stubenrauch zeigte sich zufrieden: „Das Ergebnis ist nicht schlecht. Wir haben zwar weniger Geld bekommen als die letzten Jahre, aber die Kinder hatten Spaß, und das ist das Wichtigste.“ Das Highlight für die Sternsinger war aber nicht das Geld. Gefüllte Beutel voller Süßigkeiten, die sie als Belohnung für ihr Engagement bekommen haben, zauberten ein Lächeln auf die Gesichter der kleinen Könige.

Wie viel Geld in Deutschland für die Philippinen zusammengekommen ist, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Im letzten Jahr kamen zirka 900 Euro auf Föhr für Projekte in Malawi zusammen. Insgesamt wurden in Deutschland rund 4,5 Millionen Euro an das Kindermissionswerk gespendet. Seit Beginn der „Aktion Dreikönigssingen“ im Jahr 1959 wurden bereits mehrere 100 Millionen Euro für Projekte des Kindermissionswerkes auf der ganzen Welt gesammelt.

Und auch im nächsten Jahr werden die Sternsinger auf dem Festland und auf der Insel Föhr wieder singend von Haus zu Haus gehen und den Segen der heiligen drei Könige spenden. Auf Föhr dann schon zum 17. Mal.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen