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amrumer dauerproblem : Klein-Venedig oder Eislaufbahn

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Auch im vergangenen Jahr ist es den Verantwortlichen nicht gelungen, das Dauerthema der nicht auskömmlichen Oberflächenentwässerung in Wittdün, speziell am Feuerwehrgerätehaus, vom Tisch zu bekommen.

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Auch im vergangenen Jahr ist es den Verantwortlichen nicht gelungen, das Dauerthema der nicht auskömmlichen Oberflächenentwässerung in Wittdün, speziell am Feuerwehrgerätehaus, vom Tisch zu bekommen.

Die ergiebigen Niederschläge des bisher ungewöhnlich milden Winters lassen den Fußgängerweg in diesem Bereich nur äußerst selten abtrocknen, und so gehört es zum Alltag, dass die Fußgänger auf die Landesstraße ausweichen müssen, um den Bereich trockenen Fußes passieren zu können.

Nicht nur bei Dunkelheit ein gefährliches Unterfangen, zumal sich die Problemzone hinter einer Kurve befindet und die Passanten von den Autofahrern erst spät auf der Fahrbahn wahrgenommen werden können. Wer sich als Fußgänger allerdings an falscher Stelle wieder auf den Fußweg begibt und keinen Sprung aus dem Stand hinbekommt, der sackt mit seinem geliebten Schuhwerk in die aufgeweichten Bankette ein.

„Wann wird dieser unhaltbare Zustand endlich abgearbeitet?“, musste sich nun Wittdüns Bürgermeister Jürgen Jungclaus fragen lassen. Zumal es bereits 2012, als die Bankette und der parallel zur Landesstraße verlaufende Fußweg regelmäßig unter Wasser gestanden hatten, Signale der Gemeinde für eine baldige Abhilfe gegeben hatte. Einige Bürger witzelten beim Anblick des Regenwassers, dass Wittdün sein kleines Venedig demnächst mit einer Brücke ausstatten oder aber bei auftretendem Frost eine kleine Eislaufbahn einrichten würde. Vor dem Hintergrund, dass der Außendienst der Gemeinde die gefrorene Fläche im Winter 2012/13 aufwendig rutschfrei halten musste und verschiedene Beinahe-Stürze auf der von Schnee bedeckten Eisfläche zu verzeichnen waren, erscheint eine derartige Kommentierung nicht überspitzt.

„Ich bin mir der Brisanz des Problems bewusst und habe im Herbst in unzähligen Telefonaten Druck ausgeübt, um die bereits beauftragte Maßnahme zur Entwässerung des Bereichs vom Tisch zu bekommen“, zeigt sich Jungclaus über die erneute Verzögerung verärgert. „Ich wurde von der auf Amrum ansässigen Tiefbaufirma mit dem Hinweis auf den Defekt einer benötigten Baumaschine vertröstet. Ich habe auch versucht, ein in der Gemeinde tätiges Unternehmen für Horizontalbohrungen ins Boot zu holen.“ Nun hat Wittdüns Bürgermeister die feste Zusage der Tiefbaufirma, dass die Maßnahme unmittelbar nach der Weihnachtspause des Unternehmens angegangen wird. „Ich bin optimistisch, dass wir über dieses Problem schon bald nicht mehr sprechen müssen.“

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