zur Navigation springen

Auf Föhr : Klein und erschöpft im Wyker Robbenzentrum

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Zu leicht und ziemlich hilflos: Ocke ist der erste Heuler in dieser Saison.

shz.de von
erstellt am 19.Jun.2017 | 18:15 Uhr

In jedem Jahr ist die Hoffnung aller Beteiligten groß, dass alle Seehundbabys bei ihren Müttern aufwachsen können. Und in jedem Sommer machen die Notrufe, die von den Stränden oder Deichen Heuler melden, diese Hoffnung zunichte.

In den überwiegenden Fällen ist es der Mensch, der die Trennung von Mutter und Kind verursacht. Die meisten dieser Heuler verenden schon, bevor sie das rettende Land erreichen oder sie werden erst gar nicht gefunden. Umso größer ist die Freude, wenn ein in Not geratenes Jungtier gerettet werden kann.

Wie jetzt Ocke, der 9,5 Kilogramm schwer war, als man ihn fand, und noch die Reste der Nabelschnur hatte. Trotz einer kleinen Entzündung an dieser Stelle und einer totalen Erschöpfung ging es dem Kleinen nach der Erstversorgung im Robbenzentrum bereits deutlich besser. Ocke wurde nach seinem Finder benannt und wird hoffentlich nach erfolgreicher Rehabilitation wieder gesund und munter in die Nordsee zurückkehren können.

Bootsfahrer und Wattläufer sollten die Seehundbänke meiden und nur aus großem Abstand beobachten, damit die Tiere nicht gestört werden und der Nachwuchs nicht von den Müttern getrennt wird. Denn die Seehundbabys sind in den ersten Wochen unbedingt auf die Mutter angewiesen. Diese verzichten in den ersten zwei Wochen sogar auf Nahrung, da sie Angst haben, während des Jagens das Kleine zu verlieren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen