kirche und kultur : Klassik und Modernes im Friesendom

Die St.-Johannis-Kirche wird einmal mehr zum Kultur-Schauplatz.
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Die St.-Johannis-Kirche wird einmal mehr zum Kultur-Schauplatz.

Derzeit kann im Nieblumer Friesendom die Wanderausstellung „Orgeln an der Nordsee“ besichtigt werden. Die Ausstellung, die den Besuchern bis zum 21. Juni offen steht, bildet den Auftakt der diesjährigen Sommerkonzertreihe der St.-Johannis-Kirche.

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13. Juni 2014, 08:00 Uhr

Derzeit kann im Nieblumer Friesendom die Wanderausstellung „Orgeln an der Nordsee“ besichtigt werden. Die Ausstellung, die den Besuchern bis zum 21. Juni offen steht, bildet den Auftakt der diesjährigen Sommerkonzertreihe der St.-Johannis-Kirche, deren Motto „ganz altes und ganz neues inklusive Tango und Chanson“ lauten könnte.

In einem Chorkonzert zum Mittsommer werden am Freitag, 20. Juni, ab 20 Uhr Werke von Palestrina, Bach, Mozart und der Föhrerin Renate Tholund präsentiert. Unter der Leitung Birgit Wildemans gehört der Singkreis St. Johannis ebenso zu den Akteuren wie Angelika Zastrow-Kelm und Marianne Kelm (Violine), Tobias Mattheus (Violoncello) und Dirk Kelm (Klavier).

Orgelmusik bei Kerzenschein steht im Mittelpunkt, wenn Wildeman zu Nachtkonzerten mit Werken aus Renaissance und Barock lädt (23. Juni, 22. Juli, 5. und 19. August, 1. September, jeweils 21 Uhr). „Die Seefahrerfamilien von St. Johannis“ lautet der Titel einer von Wildeman an der Orgel begleiteten Konzertlesung, die die Schicksale Föhrer Familien zur Walfangzeit zum Inhalt hat (2. Juli, 20 Uhr). Ausklingen wird der Abend mit einer Führung über den Friedhof der Kirche.

In der während des Sommers gezeigten Ausstellung „was bleibt“ stellt Ilka Kollath mit ihren Videos und Digitaldrucken Fragen existentieller Art (Vernissage am 11. Juli um 19 Uhr). Die Künstlerin untersucht, was bleibt, wenn die Welt ins Wanken gerät, der Boden unter den Füßen verschwindet und nichts mehr fest ist. „Diese inspirierende Ausstellung zeigt auf visuelle Art, was mich gedanklich bei der Musik berührt“, gehören die Arbeiten Kollaths für Birgit Wildeman zu den Höhepunkten der Konzertreihe. Ebenfalls am 11. Juli erklingen um 20 Uhr unter dem Titel „Manchmal geschieht das Paradies mittendrin“ Werke von Haydn, Mendelssohn, Schumann und Morricone.

Der Hamburger Percussion-Lehrer Jan Behnken bietet einen Cajón-Workshop im Südschiff der Kirche an (12. Juli, 9 bis 12 Uhr), in einem Barock-Konzert präsentieren Susanne Weißbach (Flöte), Tomke Castan (Oboe), Michael Hansche (Fagott) und Birgit Wildeman (Orgel) Werke von Quantz, Fasch und Carl Philipp Emanuel Bach (18. Juli, 20 Uhr) und Violine solo heißt es am 25. Juli, wenn Clara Plößner ab 20 Uhr Klassisches zu Gehör bringt.

Freunde der Naturfotografie kommen am 12. August um 20 Uhr auf ihre Kosten. „Vogelruf“ ist die Mischung aus Konzert, Ausstellung und naturkundlicher Führung überschrieben, die die Schönheit der Natur näherbringt. Birgit Wildeman und Martin Bruchwitz, Kantor der St.-Nicolai-Kirche, lassen unter anderem Werke von Liszt, Saint-Saëns und Bach erklingen, parallel sind Bilder des Föhrer Naturfotografen Peter Hering im Kirchenraum zu sehen.

Gute Bekannte auf Föhr sind die Hamburger Rhythmusexperten „ElbtonalPercussion“ (15. August, 20 Uhr) und auch das Schleswig-Holstein Musik Festival macht wieder Station in Nieblum. Am 21. August können sich Gäste und insulare Klassikfreunde auf das Sonux Ensemble und Werke von Mendelssohn, Biebl, Miškinis, Gjeilo, Praulinš und Mealor freuen. Solisten sind Stefan Kuchel (Saxophon) und Charles-Antoine Duflot (Violoncello), Dirigent ist Hans-Joachim Lustig.

Eine Premiere im Rahmen der Sommerkonzerte erlebt der „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns. In dem Familienkonzert kommt am 29. August um 16 Uhr eine Fassung für Orgel zur Aufführung, bei der ein Stummfilm auf eine große Leinwand projiziert wird.

Ingolf Burkhardt und Roland Cabezas präsentieren auf der Trompete beziehungsweise Gitarre groovenden Duosound mit Gesang (5. September), das Trio Nostalgico spielt südamerikanische Tangos und französische Chansons (14. September) und am „Tag des offenen Denkmals“ (14. September) spielen Andreas und Joschka Veith sowie Lars Obelgönner und Hans-Jürgen Gaetsch Musik im Gottesdienst.

Für den „Abschied vom Sommer“ ist am 26. September schließlich das Pastoren-Ehepaar Kirsten Hoffman-Busch und Philipp Busch zuständig. An der Orgel begleitet von Birgit Wildeman lesen sie die Geschichte von Noah und der Sintflut.

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