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Jubiläum auf Föhr : Klassentreffen nach fünf Jahrzehnten

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Vor 50 Jahren verließen die Schüler der Klasse M 10 die damalige Volksschule mit Aufbauzug. Seither gehören regelmäßige Wiedersehen zum festen Ritual.

M10/66: Bei diesem Kürzel handelt es sich nicht um ein Aktenzeichen eines bevorstehenden Gerichtsverfahrens und auch nicht um einen Code für einen eventuellen You-Tube-Kanal. M10/66 könnte auch das Ende einer Schulzeit bedeuten, und so ist es.

Die damaligen Schüler der letzten Klasse M 10 des 1966-er-Jahrgangs (Volksschule mit Aufbauzug) prägten unbewusst dieses Kürzel, ohne am Ende ihrer Schulzeit zu ahnen, dass diese Formel sie noch viele Jahre begleiten sollte. Das erste Mal spielte sie nach 15 Jahren eine Rolle. Denn einigen Schülern war es über die gesamte Zeit gelungen, mit vielen in Kontakt zu bleiben. Nicht einfach, denn die M10/66 setzte sich nicht ausschließlich aus Föhrer Schülern zusammen, sondern auch aus etlichen Internatlern.

Es kam der Gedanke auf, nach 15 Jahren ein erstes Klassentreffen zu organisieren. Etliche Klassenkameraden trafen sich auf Föhr und feierten mit den ehemaligen Lehrern. Auch der alte Klassenraum im Schulgebäude in der Süderstraße wurde aufgesucht. Am Ende einigte man sich auf weitere Wiedersehen auf der Insel im Fünf-Jahres-Rhythmus. Zumeist über Pfingsten, den 1. Mai oder zum Jahrmarkt. In den vergangenen fünf Jahren hat sich nun bei allen etwas Entscheidendes verändert: Die ehemaligen Schüler sind inzwischen alle Rentner. An den Treffen konnte dies jedoch nichts ändern, zumal sich der Schulabgang 1966 in diesem Jahr zum 50. Mal jährte.

Immer wieder in der Vergangenheit waren Post- und E-Mail-Adressen erneuert und aktualisiert worden. Und so gelang es auch in diesem Jahr, immerhin 20 Schüler dafür zu begeistern, an dem ersten offiziellen „Rentner-Klassentreffen“ nach 50 Jahren teilzunehmen – das Organisations-Team hatte ganze Arbeit geleistet.

Dieses Treffen fand nun, weil Rentner zeitlich unabhängig sind, wochentags und wiederum auf Föhr statt. Die Zahl der Lehrer, die noch teilnehmen können, hatte sich inzwischen allerdings mit Klaus-Dieter Freyer auf einen minimiert. Der ehemalige Klassenlehrer der M 7-10, Uwe Zacchi, und dessen Ehefrau Christa (Klassenlehrerin der ersten vier Grundschuljahre) übermittelten Grüße.

„Wir sind alle älter geworden“, lautet häufig der Einstieg in eine fröhliche, intensive Unterhaltung, „aber wir sehen noch genauso aus, wie vor fünf Jahren“, wagte mancher als wahrhaftige Ergänzung hinzuzufügen.

Neben einem unterhaltsamen Programm mit Minigolf oder Kerzenziehen mit anschließendem Rundgang durch Nieblum gehörten auch ein lange währender Fotoaustausch und lustige Vorträge zur Unterhaltung bis fast in die Nacht. Tatsächlich nur fast, denn nun merkten die Teilnehmer doch, dass sie älter geworden waren. Die Feierlichkeiten endeten, nachdem man den ganzen Tag über zusammen war, schon vor Mitternacht und auch weitere Kneipenbesuche fielen – anders als in früheren Jahren – aus.

Das Treffen endete traditionell mit einem aktuellen gemeinsamen Foto. Und schon jetzt hat sich ein Organisations-Team gefunden und zugesagt, dass es auch künftig M10/66-Klassentreffen geben wird. Mit einer totalen Neuerung, denn nun will man sich alle drei Jahre auf Föhr treffen. Man wird schließlich älter und weiß ja nie …

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