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Teilfortschreibung der Regionalpläne: : Klares Votum für den Insel-Strom

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Bauausschuss stimmt mehrheitlich für den Erhalt der bisherigen Anlagen und die Errichtung einer vierten Windmühle.

shz.de von
erstellt am 14.Jun.2017 | 13:30 Uhr

„Wir müssen uns wieder mehr darauf besinnen, dass wir nicht nur Bauausschuss, sondern auch Umweltausschuss sind.“ Diese Forderung von Otto-Eberhard Schaefer (KG) war eine Konsequenz aus der Diskussion um die Stellungnahme der Stadt zur Teilfortschreibung der Regionalpläne in Schleswig-Holstein. Konkret ging es dabei um die Zukunft der Windmühlen auf Föhr. Die Vorsitzende des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses, Dr. Silke Ofterdinger-Daegel (KG), erläuterte dazu, dass die Insel Föhr als Standort für den Tourismus und als Gebiet für Rast- und Zugvögel gelte und damit von der Nutzung der Windenergie freigehalten werden solle. Dies bedeute auch, dass kein Repowering der drei erst vor Kurzem erstellten Windanlagen möglich sei und dass auch kein Anspruch auf eine vierte Windmühle bestehe. Durch ein Gerichtsurteil sei dies festgestellt worden.

Lars Schmidt (CDU) forderte eine Übersicht des Regionalplans, um zu erfahren, „was uns da aufs Auge gedrückt werden soll“. Weiter sprach er sich für den dauerhaften Erhalt der Windmühlen aus, um so Föhrer Strom produzieren zu können. Otto-Eberhard Schaefer schlug in die gleiche Kerbe: „Es ist ganz fürchterlich, was uns wieder übergestülpt werden soll. Wir wollen unsere Energie selbst erwirtschaften“. Dazu forderte er auch eine vierte Windanlage, die entweder von der Energiegenossenschaft oder als Bürgerwindpark betrieben werden sollte.

Im weiteren Verlauf der Diskussion wurde deutlich gemacht, dass die bestehenden Anlagen in großem Abstand von Häusern erstellt wurden und so niemanden stören, weshalb auch eine vierte Mühle gut zu ertragen wäre. Erland Christiansen (CDU) gab zu bedenken, dass Vögel den Windanlagen zum Opfer fallen können.

Bei einer Nein-Simme sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus, dass sich die Stadt Wyk der Wrixumer Stellungnahme zur Teilfortschreibung der Regionalpläne anschließt. Darin wird vorgeschlagen, dass die Föhrer Kommunen den Erhalt der bisherigen Anlagen und die Errichtung einer vierten Windmühle unterstützen. Verwiesen wird auch darauf, dass die Insel mit dem hier produzierten Föhrer Strom eine positive Wirkung erziele. Diese gute Außenwirkung werde mittlerweile in ganz Deutschland zur Kenntnis genommen.

Peter Schaper (SPD) forderte in diesem Zusammenhang auch, dass sich der Ausschuss auch mit anderen Möglichkeiten der regenerativen Energie beschäftigen sollte. So hielt er es für wünschenswert, die Hausbesitzer wieder über die Nutzung det Solarenergie zu informieren.

Als Nachbarkommune ist Wyk auch zur Stellungnahme zur ersten Änderung des Nieblumer B-Plans für das Gelände „Waalem“, ehemals „Knorrbremse“ aufgefordert. Zur Nachfrage, warum diese Stellungnahme jetzt gefragt sei, wo das Projekt abgeschlossen ist, erklärte die Ausschuss-Vorsitzende, dass es sich in diesem Fall nur um kleine Änderungen, etwa das Aufstellen einer Aussichtsplattform handle. Auch wenn sich kein Ausschussmitglied erinnern konnte, äußerte sich Ofterdinger-Daegel überzeugt davon, dass das Gremium vor etwa fünf Jahren diesem Nieblumer Bebauungsplan zugestimmt habe.

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