Deutliche abstimmung : Klare Absage für Wyker Wohnmobil-Auffangplatz

Die rollenden Unterkünfte finden in Wyk weiterhin keinen Platz.
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Die rollenden Unterkünfte finden in Wyk weiterhin keinen Platz.

Die verkleinerte Fläche für die geplante Kart-Bahn bietet keinen Raum mehr für den ursprünglich an dieser Stelle geplanten Stellplatz. Der Bauausschuss musste entscheiden, ob der „Notaufnahmeplatz“ weiterhin geschaffen werden soll.

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10. November 2013, 20:13 Uhr

Der Nutzungsvertrag der Stadt mit der Eon als Stromanbieter ist kürzlich ausgelaufen. Ein Thema, das den Bau-, Planungs- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschäftigte. Es galt, sich grundsätzlich Gedanken zu machen, wie und mit wem das Wärmenetz der Stadt künftig betrieben werden soll, denn mit den Föhrer Windkraftwerken steht auch eine Genossenschaft als potenzieller Anbieter in den Startlöchern.

Dass man mit diesen Überlegungen wieder bei Null anfange, kritisierte Erland Christiansen (CDU). Gleichwohl sei es zu begrüßen, dass noch einmal alle Möglichkeiten auf den Tisch kommen. In der Tat ist nach dem Grundsatzbeschluss vor etwa einem Jahr, in dem auch der Standort für das erforderliche, neue Heizkraftwerk an der Tennishalle festegelegt worden war, nichts passiert.

Unter Zeitdruck stehe man auch jetzt nicht, waren sich Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen (CDU) und Till Müller (Grüne) einig. Schließlich sei der derzeitige Stromanbieter an einer Fortführung des Vertrages interessiert und werde die Wärme nicht abdrehen.

Angesichts anstehender Projekte, insbesondere der Erschließung des Neubaugebietes am Kortdeelsweg, sei ein straffer Zeitplan sehr wohl sinnvoll, widersprach Heinz Lorenzen (KG). Denn an dem bestehenden Heizkraftwerk am Wellenbad seien keine Anschlüsse für Fernwärme mehr möglich.

Trotzdem sollen im Vorfeld alle Optionen auf den Tisch. Einstimmig sprach sich der Ausschuss dafür aus, die in Frage kommenden Stromanbieter zu einer der nächsten Sitzungen einzuladen, die über ihre jeweiligen Vorstellungen informieren sollen.

Regen Diskussionsbedarf gab es auch zum Thema Kartbahn (Bebauungsplan 52). Hier hatte sich der Ausschuss dafür ausgesprochen, die Planung auf einem verkleinerten Gelände weiterzuführen (wir berichteten). Da die nun geplante Fläche keinen Raum mehr für einen ursprünglich an dieser Stelle geplanten „Auffangplatz“ für Wohnmobile bietet, galt es zu entscheiden, ob der „Notaufnahmeplatz“ weiterhin geschaffen werden soll.

In diesem Fall müsste die Stadt, so eine Überlegung des Bauamtes, eine an das Gelände angrenzende Fläche für acht Wohnmobile zur Verfügung stellen. Ein Vorschlag, der im Ausschuss auf wenig Gegenliebe stieß.

Für Eberhard Schaefer (KG) eine überaus unglückliche Lösung. Schaefer kann sich schlicht nicht vorstellen, dass Urlauber ihr Wohnmobil „direkt neben dem Halligalli hinstellen möchten“. Eine Meinung, die auch Till Müller vertrat, der den angedachten Platz „mitten in dem Rummel und dem ständigen Kundenverkehr“ rund um die Wohnmobile für denkbar ungünstig hielt.

Müller stellte die grundsätzliche Frage, ob die Stellplätze überhaupt gebraucht würden, die sich Dierk Clausen als potenzieller Betreiber der Bahn als weiteres Standbein vorstellen kann. Schließlich, so Müller, dürften die Wohnmobile nur eine Nacht auf dem Platz verbringen, eine Wirtschaftlichkeit sei somit kaum zu erwarten. Wer länger bleiben wolle, betonte auch Lars Schmidt (CDU), müsse künftig ohnehin auf den in Utersum geplanten Platz ausweichen.

Mit neun Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen sprach sich der Ausschuss schließlich dafür aus, die vorgeschlagene Fläche nicht in das Planverfahren einzubeziehen.

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