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In Wyk : Kitas haben keine Nachwuchssorgen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Fast alle Wyker Einrichtungen sind ausgebucht. Großen Bedarf gibt es an Angeboten zur Nachmittagsbetreuung.

von
erstellt am 10.Nov.2015 | 11:45 Uhr

Geburtenrückgang? Offenbar nicht auf Föhr. Die Wyker Kindergärten jedenfalls sind gut ausgelastet. Das erfuhren die Mitgieder des Jugend-, Kultur- und Sozialausschusses in ihrer jüngsten Sitzung, in der sie im Vorfeld der Haushaltsberatungen, in denen auch die Zuschüsse an die Kitas festgelegt werden, über aktuelle Zahlen informiert wurden.

Vertreterinnen von evangelischem Kindergarten, Naturkindergarten, Inselkindern sowie Arbeiterwohlfahrt hatten den Ausschussmitgliedern ausführliche Berichte über derzeitige und zukünftige Belegungszahlen gegeben. Beruhigend für Eltern dürfte dabei sein, dass trotz guter Auslastung noch einzelne Plätze frei sind. So im Kindergarten St. Nicolai, der größten Kita in Wyk. 70 Plätze gibt es dort, 65 seien aktuell belegt, berichtete Leiterin Klaudia Hobje. Voraussichtlich Anfang nächsten Jahres werde die Einrichtung ausgebucht sein. Allerdings, Wartelisten gebe es nicht, lediglich Anmeldelisten.

Der evangelische Kindergarten bietet 20 Krippenplätze, in zwei Gruppen werden die Kleinkinder betreut. Außerdem gibt es zwei Gruppen für Zwei- bis Vierjährige und eine Gruppe für die Vorschulkinder. Der St.-Nicolai-Kindergarten hat täglich von 7.30 bis 17 Uhr geöffnet. Wie groß der Bedarf an einer Ganztagsbetreuung auch schon der ganz kleinen Kinder ist, belegen weitere Zahlen, die Hobje dem Ausschuss vorlegte: „45 bis 50 Kinder bleiben über Mittag, 20 sogar bis 17 Uhr“, berichtete sie. Dabei sei der Mittagstisch in der Kita ursprünglich einmal für nur 20 Kinder geplant worden.

Ein klassischer Vormittagskindergarten ist dagegen der Naturkindergarten, der ebenfalls unter dem Dach der St.-Nicolai-Gemeinde angesiedelt ist. Von 7.45 bis 12.30 Uhr werden im Wald an der „Schietkuhle“ 18 Kinder von drei bis sechs Jahren betreut. Von denen nutzen allerdings, wie Leiterin Kerstin Buhmann berichtete, fünf anschließend die Mittags- und Nachmittagsangebote im St.-Nicolai-Kindergarten. Zurzeit sind alle Plätze im Naturkindergarten belegt, „aber ab August können wir fünf neue Kinder aufnehmen“, so Buhmann.

„Noch Luft nach oben“, so Leiterin Sabine Maus, gibt es bei den Inselkindern. Die Kita am Amselweg, die vor zwei Jahren von einer Elterninitiative an die Arbeitsgemeinschaft Deutsches Schleswig (ADS) überging, hat Platz für zehn Kinder in der Krippen- und 20 in der Regelgruppe, angemeldet sind derzeit aber insgesamt nur 18 Kinder. „Bis zum Frühjahr erwarten wir, dass die Krippengruppe voll ist, und auch die Regelgruppe wächst“, ist Maus zuversichtlich. Auch bei ihr werden die Kinder ganztags – von 7.30 bis 16.30 Uhr – betreut und auch sie bestätigt, dass der Bedarf an Nachmittagsangeboten groß ist: „Nur drei Kinder bleiben nicht ganztags“.

Keine Krippenplätze, dafür aber die längsten Öffnungszeiten (7 bis 18 Uhr) bietet der Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt (Awo) am Rugstieg. 46 Kinder von drei sechs Jahren werden hier betreut. „Wir sind damit voll“, berichtet Awo-Vorstandsmitglied Hannelore Roth, die davon ausgeht, dass auch die 16 Plätze, die zum nächsten Schuljahr frei werden, wieder belegt werden.

Eines haben alle vier Wyker Kindergärten gemeinsam: Sie bieten in Zusammenarbeit mit Lebenshilfe, Sprachpädagogen und Schulen umfangreiche Fördermöglichkeiten an, mit denen die kleinen Menschen fit fürs (Schul)-Leben gemacht werden.

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