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Insel-Bote

11. Dezember 2017 | 16:38 Uhr

Aquaföhr : Keine bösen Überraschungen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Große Reparaturen standen in der Schließungsphase nicht an. Heute um 14 Uhr öffnet das Wellenbad wieder für Besucher.

von
erstellt am 02.Feb.2015 | 10:00 Uhr

Genau einen Monat war das Wyker Wellenbad für die jährlichen Wartungs- und Renovierungsarbeiten geschlossen, heute wird der Betrieb wieder aufgenommen. Pünktlich, und das war beim Aquaföhr in den zurückliegenden Jahren nicht immer der Fall, waren doch oft genug, wenn Bausubstanz und Technik genauer unter die Lupe genommen wurden, Mängel entdeckt worden, die Bauarbeiten weit über den angepeilten Wiedereröffnungstermin hinaus nötig machten. „Dieses Jahr gab es keine unliebsamen Überraschungen“, freut sich Aquaföhr-Chef Kurt Weil. Doch auch so hatte sein Team im Januar genug zu tun. Denn neben dem Großreinemachen gehört auch die Wartung der ganzen technischen Anlagen in der Schließungsphase zum Programm. Und so ist die Betriebspause im Wellenbad für Weils Mitarbeiter nicht gleichbedeutend mit Betriebsferien, im Gegenteil müssen fast alle Mann an Bord sein, um die anstehenden Arbeiten in der zur Verfügung stehenden Zeit erledigen zu können. Denn das meiste wird, so berichtet Weil, von den eigenen Leuten gemacht, Fremdfirmen werden nur für Maler- und Stahlbauarbeiten beauftragt.

Doch was passiert eigentlich im Föhrer Schwimmbad im Januar? Da wird, so berichtet Kurt Weil, das Wasser abgelassen, die Fliesen werden gründlich gereinigt und überprüft, die Decke der Wellenkammer wird genau untersucht und dann neu angestrichen. Hier hatten vor vier Jahren Schäden am Beton so umfangreiche Bauarbeiten erforderlich gemacht, dass das Bad bis weit ins Frühjahr geschlossen bleiben musste.

Auch die Decke der Schwimmhalle wird genau auf Rost überprüft und die Befestigung der Segeltuch-Abhängung nach und nach erneuert. Anstelle der ursprünglichen, rostanfälligen Stahlseile nehme man dort jetzt Schiffstaue, die dem Ganzen außerdem noch einen maritimen Anstrich geben, berichtet Kurt Weil.

Ein Sorgenkind des Bad-Chefs ist und bleibt das Außenbecken. Es besteht seit 19 Jahren „und war seither noch nie dicht“, beschreibt er Konstruktionsfehler bei diesem Becken, in das die große Rutsche mündet – allerdings nur in den Sommermonaten, Rutsche und Becken sind von Oktober bis Ende April für Besucher geschlossen. „Wenn wir das Außenbecken am 1. Oktober still legen, ist nach spätestens fünf Tagen nur noch eine Pfütze drin“, beschreibt Weil die Ausmaße des Lecks.

In der Schwimmhalle wurde bereits Mitte vergangener Woche damit begonnen, das Wasser – Nordseewasser, das das Aquaföhr direkt vor der Haustür pumpt – wieder einzulassen. „Wir brauchen zwei bis drei Tage, bis das Bad wieder voll ist“, berichtet Weil. Immerhin fasst das große Schwimmbecken 700 Kubikmeter.

Von heute kann können nun neben den „normalen“ Badegästen auch Schulkinder und Sportler wieder ihre Runden im Aquaföhr drehen oder durch die Wellen toben, die jede halbe Stunde für zehn Minuten das Schwimmbad in einen „Ozean“ verwandeln. Und Weil und sein Team hoffen, dass dieses Angebot 2015 wieder von vielen angenommen wird. Denn 2014 war, so Weil, für das Aquaföhr ein schwieriges Jahr. „Weil wir einen traumhaften Sommer hatten“, erinnert der Schwimmbad-Chef daran, dass über viele Monate herrlichstes Nordsee-Badewetter herrschte. Als der Sommer dann im August Pause machte, erlebte das Wellenbad „einen absoluten Hammermonat“, so Weil, „da hatten wir 12  358 Badegäste und auch in der Sauna 1000 Leute – so viele wie lange nicht mehr“.

Im Jahresschnitt hat das Aquaföhr, zu dem neben Wellenbad und Sauna auch das Aquafit gehört, zwischen 100  000 und 115  000 Besucher, berichtet Weil, der auch das im selben Gebäudekomplex untergebrachte Thalassozentrum leitet. Hier gehe der Trend immer mehr zu Wellness, auch wenn die klassische Badekur noch nicht ausgestorben sei. Im Jahr 2014 hätten 2570 Gäste die Wellnessangebote genutzt, 750 hätten privat eine Kur bezahlt und 625 Anwendungen im Rahmen einer von der Krankenkasse übernommenen Badekur bekommen. Allerdings – Weil und seine Mitarbeiter hätten viel mehr Menschen behandeln können. „Wir müssen viele weg schicken, weil wir nur eine bestimmte Kapazität haben“, bedauert Kurt Weil, der im Thalassozentrum 13 feste und drei Saisonkräfte und im Aquaföhr (inclusive Gastronomiebereich) elf bis 16 Mitarbeiter beschäftigt.

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