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Norddorf : Kein Kinosaal mehr in diesem Jahr

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Bauverzögerungen verhindern Vorführungen in der jetzt anlaufenden Saison - Open-Air-Veranstaltungen als mögliche Alternative im Gespräch.

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erstellt am 10.Mai.2013 | 08:04 Uhr

norddorf | "Auf der Baustelle des neuen Dorfmittelpunkthauses wird hervorragende Arbeit geleistet", lobte Peter Koßmann die Handwerker des Bauvorhabens auf der Gemeindevertretersitzung der Gemeinde Norddorf. "Wir müssen trotzdem aktuell von einer drei- bis viermonatigen Bauverzögerung ausgehen", stellte Norddorfs Bürgermeister im Anschluss bedauernd fest und nannte den langen Winter als Ursache für die nicht aufzuholende Zwangspause bei den Rohbauarbeiten.

Von zwei Kolonnen an sieben Tagen in der Woche würden die Arbeiten vorangetrieben, berichtete das Gemeindeoberhaupt. Eine Reglung, die bedauerlicherweise nicht mehr lange Bestand haben werde. Denn die Gemeinde müsse als gutes Vorbild vorangehen und mit der anlaufenden Saison wären die Beeinträchtigungen für Norddorfs Gäste zu groß. Mit der Folge, dass an Sonn- und Feiertagen nicht auf der Baustelle gearbeitet werde, denn "mit einem Hammer kann man nichts leise einschlagen".

Bedingt durch die Verzögerung werde es im Jahr 2013 auf Amrum keinen Kinosaal geben. Der Pächter habe eine hohe Summe an Eigeninvestitionen zu erbringen, die er durch die Besucherzahlen erwirtschaften müsse und die Lieferzeit der Kinotechnik betrage mindestens sechs bis acht Wochen. Ein fester Termin für die Fertigstellung könne aktuell nicht genannt werden, angesichts des derzeitigen Baufortschritts bedeute die Verzögerung aber, dass mit den Vorführungen erst am Ende der Saison begonnen werden könnte. "Bei einer solch großen Investition für den Pächter habe ich Verständnis, wenn dieser das Kino erst 2014 eröffnet", so Koßmann, und über die Besucherzahlen dann Einnahmen zur Tilgung der Kredite generieren könne. "Im Winter sind die Besucherzahlen nachweislich niedrig und nicht auskömmlich." Ideen der Gemeindevertreter, etwa die Möglichkeit, Open-Air-Vorstellungen anzubieten, sollen noch mit dem Pächter beraten und auf Machbarkeit geprüft werden.

Die Gemeindevertreter hatten auf der Sitzung über die Vergabe weiterer Arbeiten zu beschließen und erfuhren bei dem Punkt "Gewerk Trockenbau" von dem Architekten Peter Heck-Schau, dass es zwar sechs Interessenten an den Ausschreibungsunterlagen, aber nur ein abgegebenes Angebot gegeben habe. "Nach Prüfung der Summe können wir nur empfehlen, die Arbeiten erneut auszuschreiben", empfahl Heck-Schau. Dem folgten die Anwesenden in ihrer Abstimmung.

Die Tischlerarbeiten zum Einbau der Innentüren wurden für eine Netto-Angebotssumme von gut 31 000 Euro an einen zertifizierten Betrieb aus Mecklenburg-Vorpommern vergeben. Einer von fünf Bewerbern, dessen Angebot sich als das günstigste dargestellt hatte. Ebenfalls auf der Tagesordnung: die Vergabe der Fliesen- und Plattenarbeiten. Die gingen ebenfalls an eine Firma aus Mecklenburg-Vorpommern. Hier liegt die Netto-Auftragssumme bei knapp 31 000 Euro.

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