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Insel-Bote

15. Dezember 2017 | 22:56 Uhr

Polizist auf Amrum: : Kein attraktiver Job

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Einsparungen im Personalbereich führen auf den Polizeirevieren zu weiteren schwierigen Arbeitsbedingungen, davon konnte sich die Landtagsabgeordnete Astrid Damerow bei einem Besuch der Polizeistation Amrum ein Bild machen.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2015 | 19:00 Uhr

Die Einsparungen im Personalbereich führen auf den Polizeirevieren zu weiteren schwierigen Arbeitsbedingungen, davon konnte sich die Landtagsabgeordnete Astrid Damerow bei einem Besuch der Polizeistation Amrum ein Bild machen. „Durch die knappe Personaldecke befinden sich die auf der Insel dienstversehenden Beamten fast dauerhaft in Rufbereitschaft“, stellt Damerow fest. Das Revier ist immer mit zwei Personen zu besetzen, dass bedeutet, dass der dritte Beamte sich dann unweigerlich in Rufbereitschaft befindet. Dieses ist auf Dauer ein unhaltbarer Zustand, der umgehend geändert werden muss, so Damerow.

Die CDU-Politikerin kritisierte auch, dass das Land noch keine Lösung für eine Inselzulage präsentiert habe. Die große Arbeitsbelastung und kein Ausgleich für die höheren Lebenshaltungskosten machen die Polizeistellen auf Amrum nicht unbedingt attraktiv.

„Darüber hinaus reicht die Zuständigkeit der Station über die Insel hinaus und gilt auch für die Halligen. Diese sind nach der Schließung der Wasserschutzpolizeistation auf Föhr jedoch faktisch nicht mehr erreichbar, denn das dort bisher stationierte Boot wird verlegt.“ Bisher bat man bei einer Alarmierung die Kollegen um Amtshilfe, doch diese Option falle seit dem 1. September weg. Eine Erreichbarkeit der Halligen im Ernstfall sei somit nicht mehr gegeben.

Die Beamten der Wasserschutzpolizei sind ebenfalls von der Streichung stark betroffen. Auch deren Kapazitäten sind so unzulänglich, dass eine Präsenz im Wattenmeer kaum noch gesichert werden kann. Das Revier reicht künftig von Brunsbüttel bis zur dänischen Grenze. Ein riesiges Areal, dessen Schutz nicht mehr gewährleistet werden kann, zumal die Stationen Sylt und Föhr geschlossen werden. Das sei unzureichend und mache die Empörung der dienst leistenden Beamten über die Streichungen absolut nachvollziehbar.

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