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Insel-Bote

23. Oktober 2017 | 13:45 Uhr

Justus Frantz’ weite Reise

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Pianist eilte vom fernen Georgien zu einem Konzert nach Amrum

Einen herausragenden Konzertabend bot der Pianist Justus Frantz rund 300 Zuhörern im Norddorfer Gemeindehaus.

Dass dieser Konzertabend aber wie geplant zum Klassik-Highlight der Saison wurde, bedurfte es von allen Beteiligten einen kleinen Kraftakt. Denn noch am Abend zuvor hatte Frantz beim „Batumi Festival“ in Georgien das georgische Staatsorchester dirigiert. Anschließend folgte eine wahre Marathon-Anreise auf die mehr als 3000 Kilometer entfernte Nordseeinsel Amrum. Gleich nach dem Konzert ging es mit dem Auto zirka 300 Kilometer quer durch Georgien, dann über die türkische Grenze und anschließend bis nach Trabzon, einer Hafenstadt im Nordosten der Türkei. Von Trabzon flog Justus Frantz nach Hamburg, stieg in einen Helikopter um, der ihn nach Föhr brachte, um vor dort aus mit der Fähre weiter nach Amrum zu fahren – denn dort gibt es ja bekanntlich nur für Rettungshubschrauber eine Landegenehmigung. Zu allem Überfluss hatte die Fähre auch noch einen Antriebsschaden und konnte daher nur mit reduzierter Geschwindigkeit fahren.

Aufgrund der Verspätung und der daraus resultierenden späteren Ein- und Warmspielphase des Pianisten konnte der Saal erst rund 20 Minuten vor Konzertbeginn geöffnet werden. Und so bildete sich vor dem Gemeindehaus eine riesige Warteschlange. Das Warten hatte sich aber gelohnt. Den Konzertbesuchern wurde ein wunderschöner „Abend für Ludwig van Beethoven“ geboten. Von Müdigkeit war Justus Frantz trotz der langen Anreise nichts anzumerken, er spielte fast zweieinhalb Stunden und begeisterte sein Publikum restlos.

Das nächste Gastspiel von Justus Frantz ist bereits in wenigen Monaten. Es findet am Montag, 30. Dezember um 20 Uhr ebenfalls im Norddorfer Gemeindehaus statt. Kartenvorbestellungen können ab sofort bei der Amrum-Touristik unter veranstaltungen@amrum.de abgegeben werden.

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