Auf Föhr und Amrum : Jetzt ist es brandgefährlich

Trockenes Gras brennt wie Zunder.
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Trockenes Gras brennt wie Zunder.

Feuergefahr in Wald und Flur: Bei der derzeitigen Dürre kann ein Funke eine Katastrophe auslösen.

shz.de von
19. Juli 2018, 16:00 Uhr

Die anhaltenden warmen Temperaturen sorgen für zufriedene Feriengäste. Seit Wochen hat es nicht geregnet, es ist heiß, aber dank einer schönen Nordseebrise immer noch angenehm – also bestes Urlaubswetter. Doch gerade dieses Wetter sorgt inzwischen für besorgniserregende Zustände in der Natur: Sie ist ausgedörrt wie eine Steppe und deshalb herrscht längst auch auf den Inseln akute Wald- und Flächenbrandgefahr.

„Es wird zu absoluter Achtsamkeit geraten. Wir können nur an alle Gäste und Insulaner appellieren, diese Trockenheit sehr ernst zu nehmen”, so Amrums stellvertretender Amtswehrführer Klaus-Peter Ottens. „Schon der kleinste Funkenflug kann in einer totalen Katastrophe enden”, erklärt der erfahrene Feuerwehrmann. Gefährlich seien nicht nur offene Feuer bei Lagerfeuern oder beim Grillen. Auch Zigarettenkippen können eine Katatsrophe auslösen. Ebenso ist das Parken von Fahrzeugen mit Katalysator auf Grasflächen höchst gefährlich und achtlos weggeworfene Glasflaschen oder Glasscherben können durch den Brennglaseffekt fatale Folgen haben.

Knochentrocken sind nicht nur Wälder, Felder und Wiesen, sondern auch die Reetdächer der Föhrer und Amrumer Friesenhäuser. Deshalb sollte in deren Nähe nicht gegrillt werden, denn ein Funke, vom Wind aufs Dach geweht, kann einen Brand auslösen. „Da sollten die Leute einfach ihren gesunden Menschenverstand benutzen“, sagt der Föhr-Amrumer Amtswehrführer Hauke Brett.

Wer Rauchbildung oder ein Feuer entdeckt, sollte umgehend die Leitstelle der Feuerwehr, ✆ 112, informieren.


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