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Tier-Drama : Jähes Ende einer Kaninchen-Idylle

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Katastrophe einem Wyker Garten: Ein frei laufender Hund tötet den wuscheligen Freund von Jakob und Frida.

Gut bekannt waren den Anwohnern der Wyker Waldstraße die zwei weißen Kaninchen Hoppel und Poppel der Familie Müller. Sie hüpften im Garten herum, machten manchmal auch einen Abstecher auf ein Nachbargrundstück und hatten einen Spielgefährten: ein wildes Kaninchen, das sie immer wieder besuchte. Doch diese Idylle wurde jäh von einem freilaufenden Hund beendet. Wie ein Nachbar beobachtet hat, war dieser, ein sehr großer Hund, beim Spaziergang mit seinem Frauchen auf das Grundstück der Müllers gelaufen und hatte einen der Hoppler gepackt.

Als die Familie Müller 2006 in ihr neues Haus einzog, hatten die Kinder Frida und Jakob die Kaninchen geschenkt bekommen, die zunächst in einem Drahtkäfig im Garten untergebracht waren. Doch wie es bei Kaninchen gute Sitte ist, buddelten Hoppel und Poppel mit Begeisterung im Untergrund herum und fanden damit auch immer wieder den Weg in die Freiheit. „Da die beiden nicht weit wegliefen und auch immer wieder nach Hause kamen, beschlossen wir im Sommer vergangenen Jahres, ihnen die Freiheit zu lassen“, berichtet Thomas Müller. „Die Nachbarn fanden die beiden niedlich und freuten sich, als sie dann beobachten konnten, dass ein Wildkaninchen regelmäßig zu Besuch kam.“

„Da wir direkt am Grünstreifen wohnen, haben wir auch keinen Zaun um unser Grundstück errichtet“, berichtet Müller weiter. Eigentlich lief ja auch alles gut, bis zu dem verhängnisvollen Tag, als der Hund auf das Grundstück kam und Poppel tötete. Thomas Müller ärgert sich besonders darüber, dass die Hundebesitzerin nicht den Mut aufbrachte, sich bei der Familie zu melden und für die Tat ihres Tieres zu entschuldigen. „Wenn der Vorfall nicht von unserem Nachbarn beobachtet worden wäre, hätten wird lange nicht gewusst, was aus dem Tierchen geworden ist. Die Frau packte nämlich das tote Kaninchen und deponierte es an einem Seiteneingang, den wir im Winter praktisch nicht benutzen“. Sein Sohn Jakob sei zusammengebrochen, als er von der Schule nach Hause kam, und vom Tod seines geliebten Kaninchens erfuhr. Das hat inzwischen im Garten an der Waldstraße ein kleines Grab bekommen, wo es von Jakob und dessen Schwester immer wieder besucht wird.

Nach Thomas Müllers Überzeugung hätte der ganze Vorfall vermieden werden können, wenn sich die Hundebesitzerin an die Vorschriften gehalten hätte. Die sehen nämlich für den Wyker Bereich mit wenigen Ausnahmen einen Leinenzwang vor. Genaueres dazu gibt es auf der Homepage des Amtes Föhr-Amrum zu lesen (www.amt-foehr-amrum.de). Da die Hundehalterin ihren Vierbeiner offensichtlich nicht unter Kontrolle hatte, hätte sie nach Müllers Überzeugung das Tier keinesfalls frei laufen lassen dürfen. Dabei will er gar nicht daran denken, was geschehen wäre, wenn nicht ein Kaninchen, sondern ein kleines Kind im Garten gewesen wäre. Thomas Müller appelliert deshalb nachdrücklich an alle Hundebesitzer: „Passt besser auf Eure Hunde auf!“


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