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Wyk: pläne für hotel : Investor hofft auf schnellen Baubeginn

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Wolfgang Müller stellte dem Bauausschuss seine Pläne für das Projekt am Südstrand vor. Die Zahl der Appartementhäuser wurde deutlich reduziert.

Knapp drei Jahre ist es her, dass das Haus Schöneberg abgerissen wurde; seither steht das Gelände an der Gmelinstraße, auf dem ein Luxushotel entstehen soll, leer. Nach dem Investorwechsel (wir berichteten) scheint das Projekt nun endlich Fahrt aufzunehmen und Wolfgang Müller, der das Areal von der Bauwo Grundstücks AG aus Hannover übernommen hatte, stellte dem Bauausschuss seine Pläne vor.

Müller ließ keinen Zweifel daran, dass er aufs Tempo drücken will. So schnell wie es Baugenehmigung und Änderung des Bebauungsplans (B-Plan) sowie Durchführungs- und städtebaulicher Vertrag erlauben, soll die Baumaßnahme durchgeführt werden. In einem Stück, auch daran ließ der Investor keinen Zweifel: „Alles geht gleichzeitig los, wird gleichzeitig beendet und gleichzeitig in Betrieb genommen.“ Der ursprünglich vorgesehene Baubeginn im Herbst 2015 allerdings lässt sich nicht realisieren. „Wir werden vermutlich in den Winter 2015/16 gehen“, rechnet Müller mit dem ersten Spatenstich zum Ende des nächsten Jahres und anschließenden zwei Jahren Bauzeit.

Mit dem Stadtplaner Uwe Rilke hat der neue Investor einen der bisherigen Planer mit ins Boot geholt. Dazu kommen die Architekten Bernd Gössler aus Hamburg und Joenne Hub aus Lübeck. Abgesehen vom Dach, das nach Möglichkeit luftiger gestaltet werden soll, soll das Hotel in seiner bisherigen Planung umgesetzt werden. „Mit allen Ideen, die wir damals konzipiert haben“, so Rilke, mit 145 Zimmern in einem Vier-Sterne-Plus-Haus. Änderungen sind dagegen im Bereich der Ferienappartements vorgesehen. Statt 55 Wohnungen in neun sehen die Pläne nun 23 Appartements in drei Gebäuden vor.

Ein drei- und zwei zweistöckige Häuser mit Appartements in einer Größe von 55 bis 75 Quadratmetern sollen an der Gmelinstraße entstehen. Durch Übergänge verbunden, weshalb nur eines über einen Aufzug verfügen wird. Die Gebäude sollen auf einer gemeinsamen Tiefgarage stehen, in der zudem die Technik und vermutlich auch ein Blockheizkraftwerk für die Versorgung der gesamten Anlage untergebracht werden.

Die Häuser sind in ihrer Funktionalität komplett an das Hotel angebunden und werden mit einem gefalteten Dach versehen, informierte Gössler den Ausschuss und die zahlreichen Besucher, das in den oberen Appartements von innen erlebbar ist. „Das Prinzip ist ähnlich einem Papierflugzeug, das man falten kann.“ So sei der First auf der einen Seite hoch, auf der anderen niedrig. Umgekehrt bewege sich die Traufe von unten nach oben. „Wir versuchen, die niedrigere Erscheinung der Gebäude an der Gmelinstraße zu haben“, erläuterte der Architekt den Hintergrund. Entstehen soll auf dem Gelände zudem ein knapp 600 Quadratmeter großes Ferienhaus mit drei Wohnungen, das Wolfgang Müller mit seiner Familie nutzen will.

Die Überlegung, den B-Plan nur im Bereich der Ferienappartements zu ändern, wurde verworfen. Dem Wunsch der Landesplanung folgend, wird das gesamte Gelände überplant und somit verdeutlicht, dass Hotel und Appartements eine Einheit bilden. Der Flächennutzungsplan werde nicht geändert, betonte Rilke, „da wir die Vorgaben einhalten, die seinerzeit erarbeitet wurden: Sondergebiet mit Hotel und Ferienappartements“.

Interessenten, die Hotelanlage zu betreiben, gibt es, berichtete Müller. Gespräche seien aber erst möglich, wenn feststehe, wie sich die Gebäude am Ende darstellen. Findet sich kein Betreiber wird es kein Hotel geben, auch das machte der Investor deutlich und betonte, dass dies für das Gesamtprojekt gilt: „Dann gibt es auch keine Appartementhäuser und kein Ferienhaus.“

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erstellt am 13.Nov.2014 | 09:00 Uhr

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