zur Navigation springen

Inselklinik : Investitionen in unruhigen Zeiten

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Der Sterilisator wurde nach massivem Druck des Krankenhausfördervereins nach Föhr zurückgeholt. Außerdem wurde der Sicherstellungszuschlag für 2015 und 2016 für das kleine Wyker Krankenhaus bewilligt.

von
erstellt am 03.Dez.2015 | 19:22 Uhr

Im Sommer war er abtransportiert worden, jetzt hat die Inselklinik ihren Sterilisator wieder. Laut einer Pressemitteilung des Klinikums Nordfriesland konnte die Sterilisationseinheit, in der medizinische Instrumente gereinigt werden, „dank eines großzügigen Zuschusses des sehr engagierten Fördervereins wieder in Betrieb genommen werden“.
Vom Förderverein hatte es allerdings nicht nur einen Zuschuss, sondern auch Druck gegeben, den Sterilisator zurückzuholen. Das bestätigte dessen stellvertretender Vorsitzender Erk Roeloffs gestern auf Anfrage. Der Verein hatte den „Steri“ vor fünf Jahren für 100  000 Euro gekauft. Allerdings unterstützen die Förderer das Krankenhaus zwar durch Anschaffungen, die sonst nicht zu wuppen wären, stellen aber die Bedingung, dass diese Gegenstände in der Wyker Klinik bleiben müssen.

Wegen technischer Probleme an der Zuleitung war der „Steri“ außer Betrieb genommen worden, die Instrumente wurden in dieser Zeit in Niebüll aufbereitet.„Wir sind sehr froh darüber, dass unsere eigene Sterilgutversorgung wieder funktioniert – somit sind wir wieder flexibler in unserer OP-Planung“, freute sich jetzt Dr. Jörn Harder, der ärztliche Direktor der Inselklinik.

Die hat darüber hinaus – ebenfalls dank der Unterstützung durch den Förderverein – ein neues digitales Speichersystem für die Bilder des in der Klinik vorhandenen Röntgengerätes erhalten. Das Geld dafür hatte der Verein schon vor einiger Zeit bewilligt, jetzt wurde es abgerufen. „Diese technische Neuerung führt einerseits zu einer besseren Qualität der Röntgenbilder und andererseits zu einer nochmaligen Reduzierung der Strahlenbelastung der Patienten“, heißt es dazu in der Mitteilung der Klinik.

Im Abschluss befindlich sei außerdem die Umrüstung des Labors. Neue Automaten, die einfacher zu bedienen, zu warten und zu justieren seien, würden jetzt bei einem gleichbleibenden Analysespektrum eine weitere hochwertige Laborversorgung auf der Insel garantieren.

Besonders erfreut zeigten Harder und Klinik-Geschäftsführer Frank Pietrowski sich darüber, dass es vor Kurzem gelungen sei, den sogenannten Sicherstellungszuschlag für die Jahre 2015 und 2016 mit den Krankenkassen zu vereinbaren und damit – bei aller Diskussion um die erfolgte Schließung der Geburtshilfe in Wyk – zusammen mit den Kassen ein positives Signal für die Zukunft der Klinik zu setzen.

„Dieser besondere Zuschlag ist lebenswichtig für die Inselklinik“, erläutert Pietrowski. „Aufgrund der sehr exponierten Lage und der Größe der Klinik hat sie sehr hohe Vorhalte- und Betriebskosten, die durch den Zuschlag gedeckt werden.“ Nur mit den regulären Einnahmen könnte das Wyker Krankenhaus nicht betrieben werden. Einen solchen Zuschlag bekämen in Deutschland gerade mal eine Handvoll Kliniken.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen