Multitalent : Insulanerin mit vielen Begabungen

Sorgte mit ihren Erinnerungen für jede Menge Heiterkeit: Usche Meuche.
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Sorgte mit ihren Erinnerungen für jede Menge Heiterkeit: Usche Meuche.

Usche Meuche hat gesungen, gemalt und getöpfert – nun stellte sie in Wyk ihr erstes Buch vor.

shz.de von
22. Juli 2015, 21:00 Uhr

Usche Meuche, die von sich selbst sagt, „ich kann eigentlich gar nicht viel“, ist ein Tausendsassa. Auch wenn sie ihren Begabungen selbst keine große Bedeutung beimisst: Sie hat eine Menge davon und diese in den letzten Jahren immer wieder unter Beweis gestellt. Dass sich allerdings zum Singen, Malen und Töpfern nun auch noch das Schreiben gesellt hat, erstaunt sie selbst.

Im restlos ausgebuchten Café „Steigleder“ hatte Usche Meuche ihr Buch „Heirantsantrag und Kamelhaarpuschen – Föhrer Erinnerungen“ vorgestellt. Jürgen Huss hatte zuvor eine kleine, humorvolle Ansprache gehalten und Dr. Claudia Fuchs, Lektorin und Herausgeberin des Buches, erzählte, wie sie Usche kennengelernt hatte und dass die Idee zu dem Buch anlässlich der Vortragsreihe „Föhrer Geschichten-Welt“ entstanden war.

Ein Buch, das der Verleger Ingwert Paulsen als Zeitdokument bezeichnete, das nicht nur viele Föhrer, sondern auch viele Menschen über die Insel hinaus interessieren würde. Nicht zuletzt Studenten, die Geschichte studieren, denn „es hat eine Nähe zur Vergangenheit“, befand Paulsen.

Die drei Geschichten, die die frisch gebackene Autorin aus ihrem Buch zum Besten gab, riefen bei den Zuhörern Heiterkeit hervor. Die Kamelhaarpuschen, die für Usche Meuche einen großen Erinnerungswert darstellen, hatte sie mitgebracht. Der Heiratsantrag ihres Freundes Uwe – er war damals zehn, sie sieben Jahre alt, war eng mit diesen Puschen verbunden. Trug doch der Urgroßvater, den Usche sehr liebte, genau solche Schuhe. Folgerichtig musste auch ihr Freund das Versprechen abgeben, nach der Heirat stets solche Kamelhaarpuschen zu tragen.

Oder die Geschichte von „Tante Hanne“, der die Kinder einen schlimmen Streich spielten, indem sie ihr Raupen als Abendbrot auftischten. Alle diese Geschichten, von Usche erlebt, wurden an diesem Abend wieder lebendig und mancher Föhrer konnte sich bestimmt noch an vieles erinnern.

Eins jedoch muss man erwähnen: Das Erzählen liegt der Autorin mehr als das Lesen. Befand auch der Verleger Ingwert Paulsen. Beim Erzählen kommt ihr schauspielerisches Talent voll zum Tragen, hier setzt sie ihre Gestik und auch ihre Mimik ein, kann die Zuhörer voll mit ins Geschehen hineinziehen.

Usche Meuche erhielt viel Applaus an diesem Abend. Und den hatte sie auch verdient. Es waren ein paar amüsante Stunden, darüber waren sich alle einig.

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