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Auf Föhr und Amrum : Insulaner trotzen launischem April

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Zahlreiche Besucher bei den Osterfeuern auf den Inseln. Eiersuche auch in diesem Jahr auf Föhr und Amrum Publikums-Magnet.

shz.de von
erstellt am 18.Apr.2017 | 12:30 Uhr

Auch wenn der April sich am Osterwochenende launisch zeigte, ließen sich die Kinder auf Föhr nicht von der traditionellen Eiersuche am Südstrand abhalten. Mehrere Hundert waren es, die am Rand des Suchfeldes darauf warteten, dass Meister Lampe den Startschuss für die größte Ostereiersuche der Insel gab.

Bereits eine halbe Stunde vorher hielten die ersten nach verräterischen Hügeln oder Löchern Ausschau. Eine gute Viertelstunde vor dem Startschuss öffnete der Himmel jedoch noch einmal seine Pforten und zwang die jungen Schatzsucher unter die schützenden Zelte. Doch die Sonne setzte sich letztlich durch und die Suche konnte pünktlich beginnen.

Unermüdlich buddelten die jungen Teilnehmer, angefeuert und/oder unterstützt von ihren Eltern, ein Loch nach dem anderen, immer in der Hoffnung, eines der Gewinneier aus Plastik zu finden. Denn diese hatten einen ganz besonderen Inhalt: Neben einer Extraportion Schokolade warteten Surfgutscheine auf den Finder. Und noch mehr freuen durfte sich, wer das bronzefarbene Ei aus dem Sand zog: Auf den Finder wartete ein nagelneues Fahrrad mit Helm.

Organisator Michael Schaper musste sich allerdings in Geduld üben. Denn die Kinder ließen sich Zeit, die dicken Brocken zu finden. Stattdessen stürzten sie sich auf die 2000 Schokoladeneier, die neben den 17 Gewinneiern im Sand versteckt waren. Letztere kamen erst nach und nach zum Vorschein und wurden in Gewinne umgetauscht. Doch wann fand endlich das Fahrrad seinen neuen Besitzer? „Schlimm, wenn der Hauptpreis nicht gefunden werden sollte. Dann denken alle, wir hätten das Ei gar nicht erst versteckt“, wurde Michael Schaper langsam ungeduldig.

Schließlich half sogar der Osterhase mit und gab Tipps, wo sich die Suche lohnen könnte. Mit Erfolg: Nach über einer Stunde Suche durfte sich Leonie Spiecker über das Fahrrad mit Helm freuen. „So etwas hatten wir noch nie, dass das Siegerei als Letztes gefunden wird“, so Schaper. In dem großen Feld und auch in dem Areal für die ganz Kleinen, bei denen noch die Eltern mitsuchen durften, waren zuvor alle Plastikeier gefunden worden. Zuletzt hatten sich alle nur noch auf das einzig verbliebene Ei gestürzt – mit dem entsprechenden Gedränge.

Etwas mehr Freiraum hatte es dagegen am Abend zuvor gegeben. Was nicht heißt, dass es leer gewesen wäre, um das Osterfeuer herum. Vielmehr gab es keine Begrenzung, als die zahlreichen Besucher in geselliger Runde den Karsonnabend ausklingen ließen. Für die musikalische Untermalung sorgte Helene Nissen. Die Schleswig-Holsteinerin hatte kürzlich beim Eurovision-Song-Contest-Vorentscheid den dritten Platz belegt. Auch auf Föhr flogen ihr die Herzen zu. Nach ihr übernahmen die Linewalkers mit ihrer Hommage an Johnny Cash die Regie des Abends und sorgten für einen entspannten Ausklang in den Ostersonntag, der auch von Hagelschauern, Regen und Wind nicht gestört werden konnte. „Die Stimmung war trotz allem echt gut“, resümierte Schaper, „und vielleicht dürfen wir im nächsten Jahr ja wieder in kurzen Hosen am Feuer stehen“.

Auch auf Amrum ließen sich Einheimische und Gäste die Freude am Osterfest durch das wechselhafte Wetter nicht verderben. So kamen mehrere Tausend Besucher zum Nebeler Strand, wo das alljährliche Osterfeuer entzündet wurde. Die Freiwilligen Feuerwehren der Insel versorgten die Gäste mit Bratwürsten und Getränken – aufgrund der Witterung stand aber vor allem der Punsch hoch im Kurs. Viele Besucher ließen den Abend in einer der Inselkirchen oder bei der „Osterparty“ ausklingen.

Am Ostersonntag und -montag standen dann traditionell die Osterspaziergänge der Amrum-Touristik mit anschließender Ostereiersuche für alle großen und kleinen Kinder auf dem Programm. Mehrere Hundert Kinder waren mit Eltern und Großeltern zum Leuchtturm, in den Kurpark in Nebel oder zum Waldspielplatz in Norddorf gekommen. Fündig war am Ende jeder geworden: Niemand musste den Heimweg mit leeren Händen antreten.

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