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Strandbewirtschaftung : Inselweites Konzept gefordert

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Überraschung im Bauauschuss: Die Untere Naturschutzbehörde stimmt den derzeitigen Wyker Plänen nicht zu.

Wie geht es weiter mit der Wyker Strandbewirtschaftung? Auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses sind die Mitglieder einer Antwort nicht nähergekommen. Vielmehr wurden die Punkte, die die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes und die Änderung des Bebauungsplanes für den gesamten Strandbereich der Stadt betrafen, von der Tagesordnung gestrichen.

Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises hatte der geänderten Bauleitplanung der Stadt für das Strandkonzept nicht zugestimmt. „Der Planentwurf hat die gesetzlich festgelegten Belange des Naturschutzes unzureichend berücksichtigt; deshalb muss hier noch nachgearbeitet werden“, begründete Hans-Martin Slopianka, Pressesprecher des Kreises, den Schritt. Zudem habe die Behörde deutlich gemacht, erläuterte Bauamtsmitarbeiter Ulrich Schmidt, dass ein gesamtinsulares Strandkonzept anzustreben sei, über das noch gesprochen und verhandelt werden müsse. Zu einer abschließenden Stellungnahme war die Landesplanung vor der Abarbeitung dieser Punkte nicht bereit, so Schmidt. Somit wurden die abschließende Beschlussfassung und der Satzungsbeschluss für die beiden Planverfahren vertagt.

Die Vorsitzende des Ausschusses, Dr. Silke Ofterdinger-Daegel, zeigte sich von der Entwicklung überrascht, zumal die Behörde zwar signalisiert habe, dass das Entwicklungskonzept noch ausbaufähig sei. Dass dies nun aber inselweit gelten soll, so die Vorsitzende, kam unerwartet. Immerhin habe man bereits seit 2006 einen rechtskräftigen B-Plan für dieses Gebiet.

Anders verhält es sich in Nieblum, wo es kürzlich einen Ideen-Wettbewerb für ein Konzept gab (wir berichteten) und die Aufstellung eines B-Planes bevorsteht. In Utersum dagegen ist man in Sachen Strandentwicklung noch ganz am Anfang. „Wenn wir jetzt auf Utersum warten sollen, mit der Entwicklung an unserem Strand, ist das natürlich keine besonders glückliche Situation“, so Silke Ofterdinger-Daegel.

Die weiteren Abläufe und Vorgehensweisen sollen Ulrich Schmidt und Daniel Meer vom Bauamt nun am 24. November in Husum mit dem Kreis abstimmen. „Ich habe die Hoffnung, dass die beiden zum Ausdruck bringen können, dass wir schon sehr unterschiedlich in der Stufe der Entwicklung sind“, hofft Ofterdinger-Daegel darauf, dass ein Konzept erarbeitet werden kann, das sich in verschiedenen Stufen realisieren lässt.

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erstellt am 14.Nov.2014 | 15:15 Uhr

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