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Föhr und Amrum : Inseln weiter auf Erfolgskurs

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Gäste- und Übernachtungszahlen sind im vergangenen Jahr wieder angestiegen. Das ist auch dem Hochsommerwetter im September zu verdanken.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2017 | 11:15 Uhr

„Die Inseln Föhr und Amrum setzen ihre Erfolgsstrecke weiter fort.“ Das berichtet Ann-Kathrin Meyerhof von der Marketingabteilung der Föhr-Tourismus GmbH (FTG). Nach Auswertung der meldescheinbasierten Gäste- und Übernachtungszahlen lägen beide Inseln 2016 leicht über dem Vorjahresniveau von 2015.

Mit 1,85 Millionen erhöhten sich die Übernachtungen auf Föhr um 1,2 Prozent. Die Anzahl der Gäste stieg 2016 um 4,3 Prozent auf ein neues Rekordergebnis von 207  206.

Während sich die Gästezahlen auf der Nachbarinsel Amrum nahezu auf Vorjahresniveau bewegen, konnte dort mit 1,29 Millionen Übernachtungen ein leichtes Plus von 0,39 Prozent gegenüber 2015 verzeichnet werden.

„Nach dem verlängerten Spätsommer haben wir mit einem guten Ergebnis gerechnet. Dass wir trotz Schließung des AOK-Kinderkurheims und des RUF-Kinderhotels 2016 erstmals die Marke von 200  000 Gästen knackten, hat unsere Erwartungen jedoch übertroffen“, freut sich FTG-Geschäftsführer Jochen Gemeinhardt. „Die positive Gesamtentwicklung bestätigt voll und ganz die Attraktivität der Insel Föhr sowie unsere strategische Ausrichtung auf die Kernthemen Familie, Natur und Entschleunigung unter der Dachmarke Föhr – Friesische Karibik“, so der FTG-Chef.

Auch sein Kollege Frank Timpe von der Amrum Touristik ist zufrieden mit dem Saisonverlauf 2016. „In Anbetracht der sehr guten Saison 2015 sind wir mit den Ergebnissen in 2016 zufrieden“, sagt er. Erfreulich sei, dass Amrum im Hauptquellmarkt Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 24 Prozent einen Übernachtungszuwachs von 1,62 Prozent erreicht habe. Die Schweizer Gäste lagen mit 30  000 Übernachtungen zwar knapp unter Vorjahresniveau (31  500). „Doch über die Jahre betrachtet ist die Gesamtentwicklung auf unserem wichtigsten Auslandsquellmarkt weiterhin positiv“, sagt er.

Mit 25,87 Prozent ist Nordrhein-Westfalen auch auf Föhr Spitzenreiter bei den inländischen Gästen. Die Schweiz führt auf Föhr ebenfalls die Rangliste bei den ausländischen Gästen an. Um diese positive Entwicklung voranzutreiben, planen Föhr und Amrum zusammen mit weiteren Nordseepartnern 2017 zusätzliche Werbemaßnahmen für die Schweiz und Österreich. Ebenfalls über den Nordseeverbund geplant ist eine gemeinsame Winterkampagne zur Bewerbung der auslastungsschwächeren Zeit von Oktober bis März.

Trotz positivem Saisonverlauf spiegeln die Ergebnisse für das vergangene Jahr nicht die Gesamtentwicklung Schleswig-Holsteins wider. In nahezu allen Urlaubsorten sind beträchtliche Zuwächse der Bettenzahlen festzustellen. „Auf Föhr besteht Nachholbedarf“, so Gemeinhardt. „Die Nachfrage ist bereits jetzt sehr groß. Nach Fertigstellung der Hotelprojekte können wir endlich jene Gäste begrüßen, die wir in der Vergangenheit aus Kapazitätsgründen nicht unterbringen konnten“, so der FTG-Geschäftsführer. Im Frühjahr 2018 soll das Vier-Sterne-Haus am Wyker Südstrand eröffnet werden, weitere Hotelprojekte auf Föhr sind in Planung.

„Auf Amrum ist die Vermieterstruktur gut aufgestellt. Investitionsbedarf sehen wir momentan eher in der Aufwertung der vorhandenen Infrastruktur“, erläutert Timpe die Situation auf seiner Insel.

Die Jahresstatistik der nordfriesischen Inseln Föhr und Amrum basiert auf den zurückgegangenen Meldescheinen – Tagesgäste wurden in dieser Statistik nicht berücksichtigt. Doch sie ist aussagekräftiger, als die amtliche Beherbergungsstatistik, weil auch Übernachtungen und Gästeankünfte von Betrieben mit weniger als zehn Betten einfließen.

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