Föhr und Amrum : Inseln sind weiterhin ein beliebtes Reiseziel

Der klassische Ferienmonat August sorgte im vergangenen Jahr auf beiden Inseln für volle Strände.
Der klassische Ferienmonat August sorgte im vergangenen Jahr auf beiden Inseln für volle Strände.

Die Besucherzahlen sind im vergangenen Jahr leicht angestiegen. Der Trend zum Kurzurlaub ließ allerdings auf Föhr 2014 die Übernachtungszahlen sinken.

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07. Mai 2015, 12:45 Uhr

Das Jahr 2014 war auf Föhr geprägt von der noch immer nicht abgeschlossenen Umstrukturierung der Föhr Tourismus GmbH (FTG) und den damit verbundenen langen Auseinandersetzungen. Vor diesem Hintergrund dürften die Zahlen, die der neue FTG-Geschäftsführer Jochen Gemeinhardt und der Leiter des Gästeservice, Harald Behrens, für das vergangene Jahr vermelden, die Verantwortlichen positiv überraschen: „Ähnlich stark wie 2013, zum Teil sogar noch besser“, lautet das Fazit der beiden Touristiker.

Die Ankunftszahlen gingen insbesondere im Frühjahr deutlich nach oben (18 Prozent). Ausschlaggebend war hier der April, in dem gegenüber 2013 mehr als doppelt so viele Gäste Föhr angesteuert hatten. Nach einem rückläufigen Sommer habe sich der Herbst dann wieder besser dargestellt, erläutert Behrens, so dass unter dem Strich ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr steht. Ein Ergebnis unter Vorbehalt, denn noch wurden nicht alle Meldescheine abgegeben. Diese liegen den Zahlen zugrunde, womit auch kleinere Betriebe erfasst sind, die in der amtlichen Statistik nicht auftauchen.

Wie in vielen anderen Urlaubsregionen, spüren auch die Verantwortlichen auf Föhr, dass die Aufenthaltsdauer der Gäste tendenziell abnimmt. Ein Trend, der 2014 für rückläufige Übernachtungszahlen sorgte, allerdings um weniger als ein Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ein Minus verzeichnete etwa Nieblum mit den Gästehäusern für Kinder und Jugendliche und dem Zeltplatz (knapp fünf Prozent). Gut schlug sich dagegen Utersum, wo inklusive Hedehusum und der Reha-Klinik ein leichtes Plus verzeichnet wurde. Föhrweit fehlen gegenüber dem Vorjahr knapp 2000 Übernachtungen, rechnet Harlald Behrens, der davon ausgeht, „dass mit den noch ausstehenden Meldescheinen das Niveau von 2013 erreicht wird“.

Zuwächse vermeldet Frank Timpe, Chef der Amrum-Touristik, nach einem leichten Rückgang im Vorjahr auch für Amrum. Knapp drei Prozent betrug hier das Gästeplus nach der Auswertung der vorliegenden Meldescheine, und auch die Übernachtungszahlen gingen um gut ein Prozent nach oben. Ein erfreuliches Ergebnis, nach dem es lange Zeit nicht ausgesehen hatte. So hinkte man nach einem schwachen März und guten April im Mai den Zahlen von 2013 noch um rund 15 Prozent hinterher. Ein starkes zweites Halbjahr führte allerdings auch auf Amrum zu einer „guten Tourismusentwicklung“, so Frank Timpe.

Auf beiden Inseln war der Juli rückläufig. Eine Entwicklung, so Amrums Tourismus-Chef, „für die sicher auch der begrenzte Korridor der Ferienzeiten eine Rolle gespielt hat“. Ganz anders der August, der als klassischer Ferienmonat auf Amrum und Föhr der besucherstärkste Monat war. Nach wie vor ziehen beide Inseln viele Stammgäste an und sind vor allem bei Familien beliebt. „Die größten Bewegungen waren in den Saison-Randzeiten im Frühjahr und im Herbst zu verzeichnen“, konstatiert Jochen Gemeinhardt, von einem Ganzjahresziel sei die Insel allerdings weit entfernt. Die Vorsaison will der FTG-Chef künftig verstärkt bewerben, der unter dem Schlagwort „Saisonverlängerung“ insbesondere die Zeit zwischen Ostern und dem Sommer in Visier hat.

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