zur Navigation springen
Insel-Bote

13. Dezember 2017 | 06:44 Uhr

Auf Föhr : Insel-Strom tanken

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Beim E-Mobilitätstag wurden sieben neue E-Ladestationen eingeweiht. Außerdem gab es viele Informationen rund um erneuerbare Energien.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2017 | 16:30 Uhr

Die Einweihung von sieben E-Ladestationen war für die Föhrer Energiegenossenschaft Anlass, zum zweiten Föhrer E-Mobilitätstag nach Nieblum einzuladen. Beim Feuerwehrgerätehaus ist eine der Stationen installiert. „Vor einem Jahr haben wir die ersten Gespräche geführt, und nun können wir auf Föhr-Land flächendeckend diese Anlagen anbieten“. Heidi Braun, Amtsvorsteherin des Amtes Föhr-Amrum und Wrixumer Bürgermeisterin freute sich, offiziell diese Geräte einweihen zu können. Gisela Riemann, die Oevenumer Bürgermeisterin, habe die vorbereitenden Gespräche geführt und zügig zu einem positiven Abschluss gebracht, so Braun, die auch davon berichtete, dass nicht alle Gemeinden von diesen Einrichtungen überzeugt waren. Auch die Stadt Wyk sei in diesem Fall nicht mit im Boot gewesen.

Doch Braun und ihre Bürgermeister-Kollegen aus Nieblum, Oevenum, Oldsum und Utersum konnten bei dieser Gelegenheit die Schlüssel übernehmen, die ihnen bei Störungsfällen den Zugriff zum Innenleben der Stationen erlauben. „Allerdings wird dies nicht mehr sein, als herausgesprungene Sicherungen zu drücken“, erklärte dazu Jan Obernauer, Installateur der Ladesäulen.

Möglich wurden, wie die Besucher des Informationstages erfuhren, die umweltfreundlichen Stromtankstellen, die insgesamt knapp 69  000 Euro gekostet haben, durch die finanzielle Unterstützung der Aktiv-Region Uthlande und des Windenergieproduzenten „Strom von Föhr“. Diese Firma hat, wie ihr Geschäftsführer Jan Brodersen berichtete, 25  000 Euro aus ihrem Fördercent-Budget beigesteuert. Dieses Budget wird gespeist durch den „Sonnencent“, der im Strompreis des lokalen Anbieters enthalten ist. Und nicht nur das: Der Strom aus den sieben Ladestationen wird in den kommenden fünf Jahren kostenlos abgegeben. „Als beharrlicher Streiter für den Klimaschutz liegt es mir am Herzen, den Ausbau der E-Ladestationen zu unterstützen“, betonte der Windmüller.

Diese Ladestationen sind recht einfach zu bedienen, erfuhren die Interessierten. An jedem dieser Geräte können zur selben Zeit zwei Fahrzeuge andocken, die über Starkstromkabel in durchschnittlich zwei Stunden geladen werden, was jedoch entsprechend des Fahrzeug-Typs variieren kann. Den Zugang zum Strom bekommt der Nutzer entweder über eine App oder über einen QR-Code.

Eine E-Ladestation macht nur Sinn, wenn auch die entsprechenden Fahrzeuge vorhanden sind. Deshalb konnten beim E-Mobilitätstag die unterschiedlichsten Elektro- und Hybrid-Wagen besichtigt werden und die Besucher wurden zum Probefahren und zum Fachsimpeln eingeladen.

An diesem Tag wurden noch viele weitere Informationen geboten. So gab der Vorsitzende der Energiegenossenschaft, Ulrich Jostwerner, einen Überblick über die Entstehung des Fernwärmenetzes in Süderende und Oldsum.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen