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Arbeitsbesuch des Landrats : Insel mit „überwältigender Wirkung“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Landrat Dieter Harrsen besuchte Amrum, um Förderprogramme abzustimmen – und zeigte sich von der einmaligen Natur beeindruckt. Neben der Arbeit genoss er es auch, auf der Insel zu joggen.

Der jüngste Besuch von Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen auf Amrum hatte zwar im Vorfelde kein festes Protokoll, doch vorrangig galt es, die mittelfristige Infrastruktur-Entwicklung der Insel mit derzeit laufenden Förderprogrammen abzustimmen. „Ich sehe mit St. Peter-Ording und den Inseln Sylt, Amrum und Föhr im Kreis Nordfriesland vier touristische Schwerpunkt-Destinationen, die ein bedeutsames Wirtschaftsaufkommen für unseren Kreis bedeuten“, erklärte Harrsen. „Wir können beobachten, welch positive Auswirkungen die mit Hilfe von Förderprogrammen realisierten Projekte in St. Peter-Ording und auf Sylt haben. Nun gilt es, die Inseln Amrum und Föhr voranzubringen“, so der Landrat.

Beim Zusammentreffen mit den Bürgermeistern der Insel Amrum, dem Tourismus-Chef und einem Vertreter der Verwaltung, wurden vorrangig die von den Gemeinden der Insel Amrum eingereichten Projekte zur Infrastruktur-Entwicklung besprochen. Bis 2020 besteht die Möglichkeit, beim Förderprojekt ITI – die Abkürzung steht für den etwas schwer zu merkenden Aktionsnamen Integrierte Territoriale Investitionen Tourismus- und Energiekompetenzregion Westküste – Unterstützung zu bekommen.

Das Fördervolumen von 30 Millionen Euro für die Westküste wird allerdings nicht nach dem Gießkannen-Prinzip ausgeschüttet, vielmehr kommen die besten Projekt-Ideen und Konzepte zum Zuge. Die ersten Hausaufgaben wurden auf Amrum bereits gemacht und entsprechende Konzepte erarbeitet. „Es wurden Projekte von rund zwölf Millionen Euro eingereicht“, sagte Tourismuschef Frank Timpe von der Amrum-Touristik beim Gespräch am zweiten Tag der Bereisung des Landrats.

„Als ich heute Morgen vor dem Frühstück in Norddorf zu meiner Laufrunde gestartet bin, wusste ich zwar, dass Amrums Natur einmalig ist, aber solch eine überwältigende Wirkung hätte ich für mich persönlich nicht erwartet“, lobte Harrsen in höchsten Tönen. „Über die Bohlenwege bin ich durch die abwechslungsreiche Natur mit den ausgedehnten Heideflächen, der beeindruckenden Dünenlandschaft und der grenzenlose Weite des Kniepsandes gejoggt“, beschreibt der 1958 auf Pellworm geborenen Landrat seine Eindrücke mit Robinson-Crusoe-Feeling.

Von den 30 Millionen Euro sind für die Forschung und Entwicklung im Bereich erneuerbarer Energien rund drei Millionen Euro, sieben Millionen für die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude und fünf Millionen für Stadt- und Brachflächenentwicklung in den Zentren vorgesehen. Der Löwenanteil in Höhe von 15 Millionen Euro ist für den Tourismus bestimmt. Ressourcen-schonende Projekte, wie zum Beispiel Naturschutz- und Kulturprojekte, sind dabei ebenfalls definiert. Um in die Gunst der Förderung zu gelangen, gilt es nun, die Grobplanung auf die Förderkriterien abzustimmen.

„Wir werden Gespräche in Kiel führen, um entsprechende Signale für die Gemeinden zu erhalten, ob die Projekte förderfähig sind und es Sinn macht, die Feinplanungen voranzutreiben“, so Harrsen. Dabei sollen die Projekte zudem mit bestehenden Studien abgestimmt werden. Es dürfe anschließend keine Gemeinde durch die Projekte verarmen. Feinplanung kostet Geld und das soll nur investiert werden, wenn es auch Sinn macht.

Auf die im äußerst schlechten Zustand befindlichen Zufahrtsstraßen nach Dagebüll – die beiden Haupttangenten zu den Inseln Amrum und Föhr – angesprochen, versprach Harrsen, die Thematik erneut in den Fokus zu rücken und zu prüfen. „Es kann ja nicht sein, dass es mit dem Aufstellen von Tempo-70-Schildern und einigen Asphaltflickereien getan ist.“

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