gern gesehen : Insel-Klassik

Das Ensemble stellt populäre und unbekannte Werke verschiedener Epochen gegenüber.
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Das Ensemble stellt populäre und unbekannte Werke verschiedener Epochen gegenüber.

Bereits zum fünften Mal trat die Kammerphilharmonie Köln auf Amrum auf und begeisterte das Publikum im Norddorfer Gemeindehaus.

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08. Januar 2015, 19:30 Uhr

Die Kammerphilharmonie Köln war auf Amrum zu Gast und lockte mehr als 200 Gäste in das Norddorfer Gemeindehaus. Seit einem guten Jahrzehnt tritt das Ensemble regelmäßig auf der Insel auf und ebenso regelmäßig ist das Publikum begeistert.

Die Kammerphilharmonie Köln genießt auch über die deutschen Grenzen hinaus einen guten Ruf. So führten zahlreiche Tourneen bereits nach Australien, Neuseeland, Spanien, Irland oder Großbritannien. Die Zusammensetzung des Ensembles erlaubt es jedem Mitglied, sich nicht ausschließlich als Teil der Gruppe, sondern auch als Solist zu präsentieren.

Die Stücke des sich ständig erweiternden Repertoires beweisen Liebe zum Detail. Interssanter Aspekt: Die Musiker scheuen sich nicht, populäre und unbekannte Werke verschiedener Epochen gegenüberzustellen. So entsteht ein besonderer Reiz, wenn Wolfgang Amadeus Mozart und Antonio Vivaldi auf Sergei Prokofieff oder Astor Piazzolla treffen. Das Ergebnis ist eine interessante Mischung, mit dem die Kammerphilharmonie ihren Anspruch unterstreicht, die Menschen weltweit für klassische Musik zu begeistern.

Es war bereits das fünfte Gastspiel der Musiker auf Amrum. Wie bei vorausgegangenen Konzertabenden sprang der Funke auch diesmal schnell auf das Publikum über. Das einen rauschenden Abend mit Klassikern wie „Der Winter“ aus „Die Vier Jahreszeiten“ (Antonio Vivaldi), „Rondo“ aus der Serenade „Eine Kleine Nachtmusik“ (Wolfgang Amadeus Mozart), die Ouvertüre zu „Carmen“ (Georges Bizet) oder der „Can Can“ aus „Orpheus in der Unterwelt“ (Jacques Offenbach) erlebte. Weitere Werke von Fréderic Chopin, Jules Massenet, Gioachino Rossini, Arcangelo Corelli, Johann Baptist Strauss, Carlos Gardel und Vittorio Monti rundeten das Programm ab.

Darüber hinaus brillierten Anton Georg Gölle an der Violine und die stimmgewaltige Sabine Könner als Solisten des Abends und ernteten dafür den verdienten Applaus. Nebenbei führte die Sängerin mit ihren Erklärungen und Moderationen gekonnt durch den Abend.

Die Zuschauer waren begeistert und forderten mit tosendem Applaus eine Konzertverlängerung. Nach der erklatschten Zugabe, wobei der „Radetzky-Marsch“ als letztes Stück des Abends gespielt wurde, ging das stimmungsvolle Konzert zu Ende. Aufgrund des großen Erfolgs ist bereits eine Neuauflage der Veranstaltung in zwei Jahren angedacht. Freunde der klassischen Musik dürfen sich also auf eine Fortsetzung freuen.

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