Auf Amrum : Infrastruktur muss besser werden

Das Strandleben ist für dieses Jahr längst Geschichte. Doch auch in der tristen Jahreszeit war die Insel noch gut besucht.
Das Strandleben ist für dieses Jahr längst Geschichte. Doch auch in der tristen Jahreszeit war die Insel noch gut besucht.

Enttäuschung bei vielen Insel-Besuchern im November: Zahlreiche Restaurants, Geschäfte und Ausflugsorte bereits geschlossen.

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01. Dezember 2017, 12:30 Uhr

Die betriebswirtschaftliche Entwicklung der Amrum-Touristik liegt bisher im Rahmen des Wirtschaftsplanes für 2017. Das berichtete Tourismus-Chef Frank Timpe in der Verwaltungsratssitzung der Amrum-Touristik. Die Gästezahlen, so Timpe weiter, würden sowohl bei der Anzahl der Gäste als auch bei den Übernachtungszahlen in etwa das Niveau der Vorjahre erreichen. Als erfreulich bezeichnete es der Geschäftsführer der Amrum-Touristik, dass selbst in der ersten Novemberwoche noch gute Besucherzahlen verbucht wurden. „Hier wäre es wünschenswert, wenn die Infrastruktur auf Amrum dem Rechnung tragen würde“, mahnte Timpe. Doch leider seien Anfang November schon viele Restaurants, Geschäfte und Ausflugsorte geschlossen.

Marketingaktionen stellen naturgemäß einen der Schwerpunkte der Amrum-Touristik dar. Bei Messeauftritten wie den „Cruise Days“ in Hamburg, der „Photo und Adventure“ in Wien oder „Schönes aus aller Welt“ auf Schloss Schönbrunn wurde unter dem Motto „Urlaub an der Nordsee“ für die Insel geworben. Ein weiteres Standbein ist neben dem neuen Amrum-Prospekt Werbung in den Printmedien. So ist Amrum regelmäßig in den Ausgaben der Broschüre „Nordsee“, herausgegeben von der Nordsee-Tourismus-Service GmbH, vertreten; in diesem Jahr auch in der speziellen Winter-Ausgabe.

Auch in den Online-Medien stellt sich die Insel vor. So bietet die überarbeitete Homepage der Amrum-Touristik (www.Amrum.de) neben den Buchungsmöglichkeiten eine umfassende Übersicht. Weitere Informationen finden sich auf www.nordseetourismus.de. Und auf dem Online-Portal der Zeitschrift „Geo“ gab es unter der Rubrik „Traumort des Tages“ mehr als 15 000 Klicks für den Kniepsand.

Bisher nutzen 165 Vermieter das Online-System für die Kurabgabe. Parallel zu der Diskussion über die gegenseitige Anerkennung der Kurkarten von anderen Gemeinden gibt es eine Machbarkeitsstudie über eine Nordseecard-Plus für die gesamte Nordseeküste.

Auch der Wirtschaftsplan der Amrum-Touristik 2018 war Thema. Dieser orientiert sich am Jahresergebnis 2016 sowie dem erwarteten Betriebsergebnis dieses Jahres und weist im Vergleich zu den Planzahlen von 2017 nur geringfügige Veränderungen auf. Der Anstieg bei den Investitionen um zirka 40 000 Euro resultiert im Wesentlichen aus dem geplanten Ausbau des WLAN-Netzes.

Schließlich erfuhren die Anwesenden von einer Risikoeinschätzung über das DLRG-Rettungswesen an den Inselstränden, das die Amrum-Touristik in Auftrag gegeben hat. Die Ergebnisse werden derzeit mit den Gemeinden diskutiert.

Weitere Themen der Sitzung

  • Wegen des des wechselhaften Wetters fielen in den Sommermonaten  einige Open-Air-Veranstaltungen auf der Insel Amrum aus
  • Der Amrumer Gastroführer soll erweitert werden, unter anderem mit wirklichkeitsnahen Informationen über die Öffnungszeiten der Lokale
  • Auf den Fähren  wird bei der An- und Abreise eine Gästebefragung von der Fachhochschule Westküste  durchgeführt
  • Am Donnerstag, 7. Dezember, findet eine Tourismustagung Schleswig-Holstein auf Amrum statt
  • Auf Nachfrage in der Einwohnerfragestunde teilte Frank Timpe mit, dass mit der Einführung des Onlinebuchungssystems „TOMAS“ frühestens im Frühjahr 2018 gerechnet werden kann.
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