Aquaföhr : Im Wyker Wellenbad gibt es viel zu tun

Das Wyker Schwimmbad ist in die Jahre gekommen.
Das Wyker Schwimmbad ist in die Jahre gekommen.

Der Finanzausschuss beriet über die energetische Sanierung von Schwimmbad und Kurmittelhaus. Über die weitere Vorgehensweise wird Stadtvertretung nächsten Donnerstag entscheiden.

shz.de von
22. Mai 2015, 12:30 Uhr

„Die Bausubstanz des Aquaföhr ist erhaltenswert, aber der Energiebedarf für das Gebäude ist erheblich.. Dies hatte der Ingenieur Professor Ernst-Peter Schradieck aus Stade den Mitgliedern des Finanzausschusses im Herbst 2014 mitgeteilt, nachdem er das Bad unter die energetische Lupe genommen hatte. Dabei fanden die Fenster bei dem Fachmann überhaupt keine Gnade, und er stellte weiter fest, dass das Gebäude hochgradig undicht ist. „Durch die Sanierung der Außenwände, des Daches und der Fenster lässt sich eine ganze Menge erreichen“, so lautete damals sein Fazit.

In der Folge dieser Sitzung war die Vorplanung auf den Weg gebracht worden. Es geht dabei unter anderem um die energetische Sanierung der Gebäudehülle des Kurmittelhauses, des Daches der Schwimmhalle sowie die Erneuerung der technischen Ausrüstung, die Beheizung des Gebäudes und schließlich auch die Aufbereitung des Badewassers. Auch der Einbau eines Blockheizkraftwerkes steht zur Debatte.

Um das Planungskonzept für den Bauherrn, die Stadt Wyk, festzulegen, hatten die Mitglieder des Finanzausschusses bei einem Ortstermin im April alle Mängel und erforderlichen Maßnahmen aufgenommen und dann eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die die einzelnen Projekte auflistete, wobei es darum ging, ob sie bereits in dem Planungs-Vertrag enthalten sind. Diese Liste und zusätzlich die Punkte, deren Planung noch nicht vertraglich geregelt sind, stellte die Arbeitsgruppe jetzt dem Finanzausschuss vor.

Ohne größere Diskussion wurde die Maßnahmenliste abgearbeitet, in einigen Punkten noch ergänzt und einstimmig verabschiedet, die der Planung zugrunde liegen soll. Die Planer sollen, so die Vorstellung der Kommunalpolitiker, für die anstehenden Aufgaben eine Prioritätenliste aufstellen, damit die Projekte in mehreren Bauabschnitten verwirklicht werden können. Die Planer sollen darüber hinaus auch eine Kostenschätzung vorlegen.

Einig waren sich alle Fraktionen im Finanzausschuss, dass im Aquaföhr weiterhin Salzwasser für die Badenden angeboten wird und auch die Wellenanlage wurde von allen für notwendig angesehen.

Die letzte Entscheidung über diesen Maßnahmenkatalog und die weitere Vorgehensweise hat nun die Wyker Stadtvertretung, auf deren Tagesordnung das Thema bereits am kommenden Donnerstag, 28. Mai, steht.

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