Sanierungen und Neubauten : Im Alter sorglos wohnen

Erdarbeiten: Charly Funck vom Wyker Tiefbau baggert sich durch die Außenanlagen des Gebäudes mit 14 Eigentumswohnungen.
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Erdarbeiten: Charly Funck vom Wyker Tiefbau baggert sich durch die Außenanlagen des Gebäudes mit 14 Eigentumswohnungen.

Überall wird gewerkelt: Unter anderem baut die Stadt Wyk an der Boldixumer Straße 14 barrierefreie Eigentumswohnungen.

shz.de von
08. Februar 2018, 17:00 Uhr

Sonniges Wetter – klar, dass das die Handwerker auf Amrum und Föhr nutzen, um mit ihren Projekten voranzukommen. Allenthalben wird gewerkelt, bevor das nächste Tiefdruckgebiet wieder Einhalt gebietet oder zum Innenausbau zwingt. Der Insel-Bote fragte bei mehreren Baugeschäften nach, wie die Lage zurzeit aussieht. Die Spanne reicht von der anspruchsvollen Sanierung von Altbauten über den Neubau von Einfamilienheimen bis zu Aufträgen der öffentlichen Hand. So lässt die Stadt Wyk an der Boldixumer Straße aktuell 14 Eigentumswohnungen errichten. Die Stadt tritt als Bauträger auf und vermittelt die barrierefreien Wohnungen vor allem an Insulaner, die ihre bisherige Immobilie räumen wollen. „Manche möchten sich von ihrem großen Garten trennen“, beschreibt Bürgermeister Paul Raffelhüschen eines der Motive für den Wechsel in den kompakten und vor allem zentrumsnahen Neubau. Der wird zudem mit einem Fahrstuhl ausgerüstet, damit die neuen Eigentümer dort gut versorgt leben können. Wohn- und Schlafzimmer, Bad, Küche, Balkon oder Terrasse – die komfortabel, aber auch nicht zu groß bemessenen Wohnungen bieten jedem Raum für einen gemütlichen Lebensabend. „Und nur noch drei der 14 Wohnungen sind bisher nicht verkauft“, betont Paul Raffelhüschen den Erfolg dieses Konzeptes. Für die Stadt handele es sich um ein „Nullsummenspiel“, weil sie außer der Vermittlung selbst keinen weiteren Aufwand damit habe. Durch das Engagement der öffentlichen Hand könne zudem der Einstieg von Spekulanten verhindert werden. Bei dem Objekt führt die Wyker Firma Clausen Hochbau die Regie.

Bei der Umfrage berichtet Erk Knudsen (Oldsum), dass er etliche Bäder saniert, ein Schwerpunkt seines Unternehmens. „Bis zur Biike oder spätestens Ostern sollten wir damit fertig sein, wenn wieder mehr Gäste kommen.“

Das Unternehmen Wrixum Bau in Wyk verblendet zurzeit etliche Fassaden, unter anderem bei Hotels und bei Bäcker Hansen in Wyk. Hinzu kommen mehrere kleinere Aufträge verteilt über Föhr. Mal handelt es sich laut Fin Hinrichsen um Modernisierungen von Altbauten, mal um Neubauten. Dabei sei nach wie vor stets abzuwägen, ob die Sanierung lohnt oder der Abriss und Neubau günstiger komme.

Das Baugeschäft von Hauke Koller konzentriert sich auf den Innenausbau und den Einbau von Fenstern und Türen. Angesichts der Fülle der Aufträge kommt er auf die engen Grenzen der Ruhezeiten zu sprechen, die von den Handwerkern einzuhalten seien. Etwa in der Mittagszeit zwischen 13 und 15 Uhr sei Arbeiten kaum möglich.

Die Zimmerei Mario Bruns auf Amrum, ein Spezialist für Holzrahmenbau, ist „zu 90 Prozent für gewerbliche Vermieter tätig“, schätzt Bruns. Aber auch andere Branchen ordern ihn. Größtes Objekt ist der Bau einer Halle im Gewerbegebiet in Nebel für einen Getränkemarkt. Angesichts der rund 12 000 Gästebetten in insgesamt 15 000 Haushalten auf Amrum sei ihm um die Zukunft nicht bange. „Irgendwo auf der Insel wird es immer etwas zu sanieren geben.“ Die Auslastung in diesen Monaten entspreche jedenfalls denen im selben Zeitraum 2017.

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