Ärger vermeiden : Hundebesitzer besser informieren

Ausgelassene Hunde am Strand: Besitzer sollen ohne erhobenen Zeigefinger sensibilisiert werden.
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Ausgelassene Hunde am Strand: Besitzer sollen ohne erhobenen Zeigefinger sensibilisiert werden.

Praktikum bei der FTG: Tim Schönfeld stellte dem Tourismus-Zweckverband seine Ideen zum Thema Urlaub mit den Vierbeinern vor.

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18. Dezember 2017, 13:00 Uhr

Jochen Gemeinhardt, Geschäftsführer der Föhr Toursimus GmbH (FTG), kam mit Unterstützung zur jüngsten Sitzung des Föhrer Tourismus-Zweckverbandes. Der in Wyk geborene Tim Schönfeld, der in Wilhelmshaven Tourismuswirtschaft studiert und derzeit ein fünfmonatiges Praktikum bei der FTG absolviert, stellte drei Projekte vor, die er bearbeitet.

Nicht neu und dennoch aktuell ist das Thema „Urlaub mit Hund“, das Platz vier in der Beschwerdestatistik der FTG belegt. In dieser hätten die Klagen über die Vierbeiner in den vergangenen vier Jahren regelmäßig zehn Prozent ausgemacht, informierte Schönfeld. Unternommen worden sei bisher nicht viel, überwiegend werde mit Verboten gearbeitet und es fehle an Aufklärung. Der 23-Jährige hat nun einen Hundeflyer entworfen. Die Idee: Nicht-Hundebesitzer und Hundebesitzer sollen versöhnt und Gäste informiert werden, was wie und wo erlaubt ist.

So befasst sich der Falt-Flyer mit der Frage, was die Vierbeiner im Nationalpark dürfen und was nicht. Zudem erfahren Urlauber, was Föhr für Hunde zu bieten hat und werden über Leinenpflicht und Mitnahmeverbote informiert. Ferner gibt es eine Übersicht über Hundestrände und -auslaufflächen und in einer finalen Version des Entwurfs sollen auch alle Hundetoiletten inselweit aufgeführt sein. Anfang März 2018 könnte der Flyer verfügbar sein, der möglichst in allen Ferienwohnungen ausliegen soll. „Wir hoffen, dass Gäste frühzeitig sensibilisiert und sich des Themas ein bisschen bewusster werden.“ Im Fokus habe die FTG auch Veranstaltungen für Hunde und deren Besitzer, etwa Watt- und/oder Stadtführungen sowie Vorträge. Ziel sei eine Erweiterung des Angebotes nicht nur an den Stränden, sondern in jeder Gemeinde. „So könnte das Thema entzerrt und die Anzahl der Konflikte verringert werden“, sagte Schönfeld.

Dessen zweites Projekt aus einer kostenlosen Sample-Aktion eines Lebensmittelherstellers Anfang des Jahres in Zusammenarbeit mit 30 Vermietungsbetrieben auf der Insel resultiert. Hintergrund: Das Unternehmen ist auf Partnersuche und mit der FTG wurde eine Kooperation geprüft. Möglich wäre künftig eine deutschlandweite Glücksspielaktion, bei der die Teilnehmer etwa einen Föhr-Aufenthalt gewinnen könnten. Der Werbeeffekt: Die Gewinnspielkarten würde das Föhr-Logo zieren und so der Insel mit wenig Mitteln viel Werbung bescheren.

Schließlich berichtete Tim Schönfeld von einer Wochenend-Dienstreise nach Hamburg, wo der alte englische Doppeldeckerbus, der – großflächig mit Föhr-Motiven beklebt – bisher bei den Husumer Hafentagen oder der Altonale im Einsatz war, drei Tage lang als rollende Werbefläche seine Runden drehte. Der FTG-Mitarbeiter auf Zeit berichtete von vielen positiven Reaktionen auf den fahrenden Blickfang, „der Busfahrer wurde oft angesprochen und beantwortete Fragen über die Insel und den Hintergrund der Aktion“.

Am Ende erntete Tim Schönfeld den verdienten Applaus. Und wie die Mitglieder des Tourismus-Zweckverbandes fand auch FTG-Chef Jochen Gemeinhardt lobende Worte für „seinen“ Praktikanten. Dieser sei mit viel Engagement in die Projekte gegangen. „Und dann gehört zu einem Praktikum auch eine Präsentation vor Publikum.“

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