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Föhr-cup 2016 : Hubertus-Festspiele vor der Südküste

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Einer räumte alles ab. Beste Bedingungen für die Windsurfer bei der Traditions-Regatta.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2016 | 13:00 Uhr

Strahlender Sonnenschein, beste Stimmung und am Ende ein eindeutiger Sieger auf dem Treppchen: Die 36. Auflage des Föhr-Cup wurde zum Hubertus-Festspiel. Hubertus Tesdorpf, regattengestählter Routinier aus Bad Oldesloe, räumte am Nieblumer Surfstrand alles ab, was es bei der Windsurf-Regatta abzuräumen gab. Er siegte in der Gesamtwertung, holte sich den Föhr-Cup für die schnellste gefahrene Runde und siegte auch in der Sonderwertung, bei einem Ein-Stunden-Rennen.

Der Arzt aus dem Kreis Stormarn kam mit seinem auf wenig Wind ausgelegten Material am besten zurecht. In der Gesamtwertung und beim Stundenrennen verwies er seinen Oldesloer Teamkollegen, Halsenpapst Torsten von Schachtmeyer, auf den zweiten Platz. Bei den Damen gewann Janne Besendahl vor Katharina Holstein, bei den Jugendlichen der Wyker Leander Oldenburg, der schon im vergangenen Jahr groß rausgekommen war. Knapp 30 Athletinnen und Athleten waren während des vergangenen Wochenendes an den Start am Nieblumer Wassersportzentrum gegangen, beobachtet von einigen Hundert Zuschauern, die sich die Rennen vom Strand aus ansahen.

Regattaleiter Dirk Hückstädt, der seine windsurfende Truppe auf sieben Rennen schickte, hatte sich für den 36. Föhr-Cup etwas Besonderes einfallen lassen: Ging es in den letzten dreieinhalb Jahrzehnten beim Föhr-Cup allein um das Windsurfen, gab es in diesem Jahr auch eine Sonderwertung für Catamarane und Kite-Surfer. Bei den Catamaranen lagen am Ende Felix Schrader und Vincent Pinckernelle vorn. Die Premiere der Kitesurfer machten die Insulaner unter sich aus: Niklas Christiansen sicherte sich Rang eins, gefolgt von Dennis Berges. Klar im Vorteil ist, wer nach getaner Arbeit noch ein paar Bahnen auf dem Wasser ziehen kann, ohne sich erst über verstopfte Autobahnen zur Küste vorkämpfen zu müssen.

Besonders das Experiment eines Kitesurf-Rennens – wie man hört in einer Bierlaune entwickelt – sorgte bei Sportlern und Zuschauern am Nieblumer Strand für Begeisterung. Für die Föhrer Traditionsregatta hat sich die Neuerung auf jeden Fall gelohnt. Regattaleiter Hückstädt steht jetzt vor Wahl, den bisherigen Windsurf-Wettbewerb auch für die Kitesurfer zu öffnen, oder eine separate Regatta für die Trendsportler zu veranstalten. Ein gutes Jahr hat er Zeit für die Entscheidung. Wie auch immer sie am Ende ausfällt: Föhr hat in Zukunft einen weiteren Wassersport-Höhepunkt im Kalender.

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