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geld und pläne : Hoher Verlust für den Hafenbetrieb

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Finanzen des städtischen Hafenbetriebes standen im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Hafenausschusses – allerdings ohne größeren Diskussionsbedarf. Auf positive Resonanz stieß ein Projekt, das die Aufforstung unterstützen soll.

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erstellt am 23.Feb.2014 | 12:15 Uhr

Die Finanzen des städtischen Hafenbetriebes standen im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Hafenausschusses – allerdings ohne größeren Diskussionsbedarf. Einstimmig wurde der Stellenplan des Betriebes durchgewunken, der auf 30,66 Stellen festgesetzt wurde. Von denen, informierte der Leiter des Hafenbetriebes, Ulrich Koch, derzeit eine unbesetzt sei.

Ebenfalls einstimmig votierte der Ausschuss für den vorgelegten Jahresabschluss. Dieser weist einen Verlust von rund 650 000 Euro aus. Dabei hätte der Erfolgsplan 2012 mit einem Gewinn von gut 420 000 Euro abgeschlossen, infolge einer Betriebsprüfung des Finanzamtes mussten allerdings knapp 1,1 Millionen Euro nachbezahlt werden (wir berichteten). „Der Betrieb hat eigentlich ein gutes Ergebnis geschrieben“, so Koch, „wenn die hohe Steuernachzahlung nicht gewesen wäre“. Die erledigt sei, denn bis einschließlich 2011 seien alle Gewerke geprüft und die Steuern bezahlt worden. Unter anderem, machte Koch die Größenordnungen noch einmal deutlich, seien für das Jahr 2013 und auch bereits in 2014 gut 530 000 Euro Gewerbesteuer an die Stadt und damit den Mutterbetrieb bezahlt worden.

Auch der Wirtschaftsplan 2014 stand an diesem Abend auf der Tagesordnung. Hier halten sich im Erfolgsplan Erträge und Aufwendungen mit jeweils rund 5,2 Millionen Euro die Waage und die Verantwortlichen hoffen auf einen Jahresgewinn von knapp 20 000 Euro. Der Vermögensplan sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von knapp 1,7 Millionen Euro vor. Für die Investitionen, zu denen unter anderem die Anschaffung eines Schmalspurschleppers und ein neues Fahrgast-Informationssystem für den Hafen gehören, wird eine Kreditaufnahme von knapp 700 000 Euro nötig sein. Enthalten sind hier auch die Erneuerung der Dalben und Schwimmstege im Sportboothafen und jene Mittel, die für Wegebau und Neubepflanzungen in Folge der Stürme „Christian“ und „Xaver“ notwendig geworden sind. In den beiden Vorjahren wurden keine Anteile der Reederei mehr von der Stadt erworben, trotzdem wurden die Mittel in Höhe von 360 000 Euro auch für das aktuelle Jahr bereitgestellt. Mit der Option, entschied der Ausschuss einstimmig, dass für diese Summe auch Immobilien erworben werden dürfen.

Zum Thema Neuanpflanzung hatte die Ausschussvorsitzende Annemarie Linneweber (SPD) Brigitte Wulf als Gast geladen. Seit vier Jahren ist Wulf für den bundesweiten Verein „Verwaiste Eltern“ tätig, vor drei Jahren übernahm sie die Regionalleitung für Föhr und Amrum. Angeboten wird Eltern von verstorbenen oder still geborenen Kindern Betreuung und Unterstützung in vielfältiger Weise.

Nun hatte die Trauerbegleiterin angesichts der durch die Stürme in Föhrer Grünanlagen verursachten Schäden die Idee, mit den Spenden der Betroffenen, die diese für die ehrenamtliche Arbeit aufbringen, zur Aufforstung beizutragen. Im Rahmen eines Projektes soll dem Verein eine geeignete Fläche zur Verfügung gestellt werden, auf der verwaiste Eltern einen Baum pflanzen können. Ein Ruheort, erläuterte die Annemarie Linneweber, den die Eltern aufsuchen könnten, um an ihr Kind zu denken und ihm nahe zu sein. Ein Pilot-Projekt, von dem sich Wulf eine Initialzündung auch für andere Landesverbände erhofft.

Eine Idee, die auf positive Resonanz stieß. Als geeigneten Ort schlug Ulrich Koch den Nordseekurpark vor, in dem viele Bäume abgängig seien. Ein geschlossener Park, der bereits die Gedenksteine für den Gründer des Nordsee-Sanatoriums, Dr. Carl Gmelin, und den Jugendstil-Architekten August Endell, dem Planer des Sanatioriums, beherbergt. Hier, so der Hafenchef, könnten die Setzlinge ihren Platz finden. „Noch müssen wir aufräumen“, so Koch, doch bereits im Frühjahr könnten hier Schirmtannen, Buchen oder Ahornbäume gepflanzt werden.

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